„Tannöd“-Autorin gewinnt Rechtsstreit

München - Der Journalist Peter Leuschner ist endgültig mit seiner Schadensersatzklage gegen die Bestseller-Autorin Andrea Maria Schenkel gescheitert.

Er hatte ihr vorgeworfen, dass sie für ihren Erfolgsroman „Tannöd“ bei seinen beiden Büchern über den Mordfall Hinterkaifeck, wo 1922 sechs Menschen auf einem Einödhof umgebracht wurden, abgeschrieben habe. In erster Instanz vor dem Landgericht München I hatte er bereits verloren. Er ging in Berufung – aber auch beim Oberlandesgericht München (OLG) blieb er erfolglos.

Auch das OLG ist der Ansicht, dass Peter Leuschner kein Schadensersatz zusteht. Dafür gibt es – je nach Passage – verschiedene Gründe. In den einen Fällen genießt Leuschner keinen Urheberrechtsschutz, weil allgemeine historische Tatsachen zugrunde liegen („Gemeinfreiheit“) oder weil keine „Schöpfungshöhe“ vorliegt – das heißt, weil er kein individuelles schöpferisches Werk vollbracht hat. In den anderen Fällen konnte Peter Leuschner keinen Urheberrechtsschutz geltend machen, weil die Darstellung von Andrea Maria Schenkel „den notwendigen Abstand“ zu seinen Büchern einhält.

Das OLG hatte zuvor versucht, den Streit mit einem Vergleich über 15 000 Euro zu schlichten. Aber das lehnten die Parteien ab.

Nina Gut

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