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Die Benutzung von Taser-Elektroschockern ist nicht ohne Risiko.

Taser gibt zu: Elektroschocker können gefährlich sein

Phoenix/München - Der Hersteller der umstrittenen Elektroschockpistolen Taser hat vor möglichen Herzverletzungen durch den Einsatz der Geräte gewarnt. Die Waffe wird in Bayern eingesetzt.

Wenn mit den Tasern direkt auf die Brust geschossen werde, bestehe ein geringes Risiko, heißt es in einer Erklärung der US-Firma Taser International. Nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International spielten Taser in den USA seit Juni 2001 bei 351 Todesfällen eine Rolle, darunter beim Tod von zwei Minderjährigen in diesem Jahr.

Nun räumte Taser erstmals ein Risiko ein, das bislang kategorisch zurückgewiesen wurde. Man gehe nach wie vor nicht davon aus, dass der Einsatz der Elektroschocker einen Herzstillstand verursachen könnten, heißt es in einem entsprechenden Bulletin vom 12. Oktober. Aber Sicherheitskräfte könnten Kontroversen vermeiden, wenn sie nicht auf die Brust zielten.

Kritiker der Waffe, die auch von Bayrischen Spezialeinsatzkommandos (SEK) eingesetzt werden, werteten das Eingeständnis als wichtigen Sieg im Kampf gegen Taser. Das Bayrische Innenministerium erklärte auf Nachfrage der AP, man betrachte den Taser “als gutes Wirkungsmittel“ zwischen dem Schusswaffengebrauch und körperlicher Gewalt. Die SEKs in Nürnberg und München sind seit 2006 mit zehn Tasern ausgerüstet. Die Geräte seien bisher “sehr, sehr selten“ eingesetzt worden, hieß es. Über mögliche Verletzungen in dem Zusammenhang sei nichts bekannt.

ap

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