Tatverdächtige beklaut: Haftstrafe für Kripobeamten

Nürnberg - Weil er Tatverdächtigen regelmäßig in den Geldbeutel gegriffen hatte, wurde ein 39-jähriger Nürnberger Kripobeamter zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Mehr als 22 000 Euro schaffte sich der Mann auf diese Weise zur Seite - am Dienstag wurde er deshalb zu einer Bewährungsstrafe von 16 Monaten verurteilt. Das Amtsgericht Nürnberg stufte die Tat des Polizisten strafrechtlich als veruntreuende Unterschlagung ein. Nun muss der seit November 2006 suspendierte Polizist auch um seine Pension bangen. Er hat deswegen Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt, das damit noch keine Rechtskraft erlangt hat.

Die Diebstähle waren bei Ermittlungen im sogenannten Nürnberger Zahngold-Skandal aufgeflogen, als Mitarbeiter des städtischen Krematoriums Leichenzahngold in ihren Besitz gebracht und verkauft hatten. Dabei ließ der heute 39-Jährige 15 000 Euro, die ein Verdächtiger bei sich trug, statt in den Polizeitresor in seinen privaten Geldbeutel wandern. Als ein Kollege des 39-Jährigen den Verlust bemerkte, brachte er eine Kripo-interne Untersuchung in Gang. Dabei stellte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft heraus, dass der Kripomann auch in anderen Fällen Geld von Tatverdächtigen nach Durchsuchungen beiseitegeschafft hatte.

dpa

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