Grenzübergang Füssen

Taubentransport mit Tücken

Füssen - Stundenlang mussten 80 Tauben am Grenzübergang Füssen warten. Bei dem Transporter, der die Tiere weiter nach Holland fahren sollte, war vieles nicht in Ordnung.

Könnten Tauben sprechen, hätten sie von dieser Reise einiges zu berichten. Eine gefühlte Ewigkeit musste ein Transport mit 80 Zuchttieren am Grenzübergang Füssen warten, bis die Einreise nach Deutschland und die Weiterreise nach Holland möglich waren. Schuld für die Verzögerung waren die Fahrer des Transports.

Beamte der Pfrontener Schleierfahndung hatten am Vortag den Taubentransporter bei der Einreise ins Bundesgebiet angehalten. Der Fahrer, ein 49-jähriger Tunesier mit Wohnsitz in Italien, legte einen ungültigen italienischen Führerschein vor. Ein Strafverfahren war fällig, die Weitereise wurde untersagt - und die Tauben mussten warten.

Am Abend traf am Grenzübergang dann der alarmierte Ersatzfahrer ein, ein 39 Jahre alter Libyer mit Wohnsitz in Malta. Auch er besaß keinen gültigen Führerschein, wie sich schnell herausstellte - und die Tauben mussten weiter warten.

Haftbefehl gegen Fahrer

In Begleitung des Libyers befand sich ein 42 Jahre alter Holländer. Überraschenderweise konnte er einen gültigen Führerschein vorzeigen. Doch die Freude währte nur kurz: Wie eine Überprüfung ergab, lag gegen ihn ein Haftbefehl vor - ausgerechnet wegen unerlaubten Besitzes besonders geschützter Vögel.

 Die Verhaftung konnte der Mann abwenden, da er die Geldstrafe von knapp 2500 Euro bezahlen konnte. Dem Transport von Tauben und verhinderten Ersatzfahrern stand endlich nichts mehr im Wege.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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