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Trachtler reiten während des traditionellen Georgiritts an der Ettendorfer Kirche vorbei.

Tausende beim Georgiritt in Traunstein

Traunstein - Tausende Besucher haben am Ostermontag den traditionellen Georgiritt in Traunstein besucht. Sie säumten die fünf Kilometer lange Strecke zwischen dem Stadtplatz und dem Ettendorfer Kircherl.

Mehr als 400 festlich geschmückte Pferde, mehrere Kutschen mit Musikkappellen und ein rund 60 Mann starkes "Fußvolk" aus Schwerttänzern und Landsknechten zog bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt. Hauptfigur war, eingerahmt von vier römischen Reitern und vier Engeln, der Heilige Georg als Schutzpatron der Tiere. Zu Pferde nahm er den Segen für Roß und Reiter entgegen.

Für den "sauberen Ritt" hatten die Teilnehmer wochenlang mit Nähen, Flicken, Einfetten und Polieren den umfangreichen Fundus an historischen Gewändern, Sätteln und Zaumzeug vorbereitet. "Hie gut allweg alten Brauchs pfleg' nach Ettendorf wir reiten wie zu Väters Zeiten" lautet die mehr als 100 Jahre alte Losung.

Mit dem Wallfahrtsritt zu Ehren des Schutzpatrons der Pferde und Reiter erbitten die Gläubigen alljährlichen den Segen für ihre Tiere, die Feldarbeit und den heimischen Stall. Bei einem Vorspiel vertreiben die Schwerttänzer, ebenfalls historische Figuren, symbolisch den Winter. Die Veranstaltung gilt als eine der schönsten und größten Pferdewallfahrten in Altbayern.

dpa

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