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Tausende protestieren in Bayern gegen Corona-Politik

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Proteste gegen die Corona-Maßnahmen
Polizisten stehen am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Passau. © Tobias C. Koehler/dpa/Archivbild

Seit Wochen demonstrieren Menschen gegen die Corona-Maßnahmen - so auch am Wochenende. Doch es gab auch Gegendemonstrationen. Trotzdem blieb es im Großen und Ganzen friedlich.

München/Schweinfurt - Tausende Menschen sind am Wochenende an mehreren Orten in Bayern erneut aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Die Demonstrationen verliefen nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich. Für den Abend erwarteten die Einsatzkräfte allerdings auch wieder eine unangemeldete Versammlung von Gegnern der Corona-Politik in Schweinfurt. In der Vergangenheit war es dabei zum Teil zu Aggression und Gewalt gekommen. Am Nachmittag hatte es bereits eine kleinere Demonstration in München gegeben.

Es sei damit zu rechnen, dass wieder 1500 bis 2500 Menschen in Schweinfurt zusammenkommen würden, sagte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte stellten sich darauf ein, dass diese versuchten, durch die unterfränkische Stadt zu ziehen. Außerdem seien zwei Gegendemonstrationen mit jeweils bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den Abend angemeldet.

Die Stadt hatte wegen mehrerer Vorfälle bei früheren Protesten die Regeln verschärft. Unangemeldete Versammlungen dürfen in Schweinfurt nur noch ortsfest sein.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag war bei einer unangekündigten Versammlung ein vier Jahre altes Kind mit Pfefferspray leicht verletzt worden, als seine Mutter offenbar die Polizeikette durchbrechen wollte. Bei einer Kundgebung vor Weihnachten hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Polizeiangaben versucht, ein Zivilfahrzeug der Polizei in Brand zu setzen.

Bereits am Samstag hatten in Bayern mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht demonstriert. Im mittelfränkischen Ansbach zogen nach Polizeiangaben etwa 2700 Menschen durch die Stadt. Es gab zwei Gegendemonstrationen mit insgesamt etwa 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dennoch sei alles friedlich geblieben, sagte ein Polizeisprecher.

Bis zu 2500 Menschen trafen sich in Augsburg am Samstagabend zu einer unangemeldeten Demonstration. Die etwa zweistündige Versammlung sei weitgehend ohne Zwischenfälle verlaufen, teilte die Polizei mit. Vereinzelt sei es zu Auseinandersetzungen gekommen, als Teilnehmer versuchten, die Polizeiketten zu durchbrechen.

Dabei wurde nach Polizeiangaben ein Beamter zu Boden gestoßen. Der Angreifer wurde vorläufig festgenommen. Bei einer Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte ein Messer bei ihm. Gegen ihn läuft nun ein Strafverfahren.

Gegen weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird wegen einer Ordnungswidrigkeit ermittelt, weil sie die Versammlung bei den Behörden nicht angemeldet haben. Um wie viele Verfahren es sich handelt, konnte die Polizei am Sonntag zunächst nicht sagen.

In Regensburg kamen nach Polizeiangaben etwa 2000 Menschen zusammen, um gegen eine mögliche Impfpflicht zu demonstrieren. Zeitgleich gab es eine Gegendemonstration mit rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die zum Teil versuchten, den Aufzug zu stoppen, wie ein Polizeisprecher sagte. In Neumarkt in der Oberpfalz zählten die Einsatzkräfte etwa 2000 Menschen, die friedlich demonstrierten.

In Würzburg und München gab es außerdem Autokorsos durch die Stadt. Dadurch kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen. dpa

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