Auch in den kommenden Tagen ist mit weiteren Überschwemmungen zu rechnen.

Tauwetter: Ausnahmebedingungen auf Bayerns Straßen

München – Umgestürzte Bäume, Hochwasser, Stromausfälle – das Tauwetter und die anhaltende Regenfälle sorgen weiterhin für Ausnahmebedingungen auf den Straßen und Bahnstrecken im Freistaat.

Da das Tauwetter nach den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis Donnerstag anhalten soll, drohen auch weiterhin Überschwemmungen. Im Landkreis Augsburg führten bereits gestern die anhaltenden Regenfälle kombiniert mit den warmen Temperaturen zu Überschwemmungen. Teilweise wurde die zweithöchste Hochwassermeldestufe erreicht. Viele Felder stünden unter Wasser, sagte der zuständige Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister. „Durch den starken Regen und die schmelzende Schneedecke sind die Böden nicht aufnahmefähig.“ In Fischach fiel wegen überfluteter Straßen sogar der Unterricht für rund 550 Schüler aus.

Eine Überflutung gerade noch verhindert hat der schnelle Einsatz der örtlichen Feuerwehr in Forstern (Landkreis Erding). Nachdem Eisschollen den Abfluss des Dorfweihers verstopft hatten, drohte dieser über die Ufer zu treten. Erst als das Eis aufgepickt wurde, konnte das Wasser wieder ablaufen.

Weitere Überschwemmungen in den kommenden Tagen

Auch in den kommenden Tagen ist mit weiteren Überschwemmungen zu rechnen. Betroffen sind vor allem die kleineren südlichen Zuflüsse der Donau, teilt der Hochwassernachrichtendienst mit. Zumindest für Autofahrer sollte das Tauwetter aber für Entspannung sorgen. Weit gefehlt. Umgestürzte Bäume blockierten insbesondere in Ostbayern zahlreiche Straßen. In den Landkreisen Cham und Schwandorf fiel deshalb der Unterricht aus. Auch in Regensburg war die Situation besonders heikel: Dort waren seit Montagnachmittag alleine rund 190 Bäume umgekippt. Auf glatten Straßen kam es zudem zu 60 Unfällen.

Außerdem kippten in der Oberpfalz umgeknickte Bäume auf Freileitungen und legten das Stromnetz lahm – bis zu 20 000 Menschen waren stundenlang ohne Strom. Auch die Eisenbahnstrecken blieben nicht davon verschont: In der Oberpfalz sorgten blockierte Gleise für Verzögerungen. Bei den vorangegangenen eisigen Temperaturen erfroren sogar zwei Menschen. Das Regensburger Polizeipräsidium bestätigte am Dienstag, dass in der nördlichen Oberpfalz ein 68 Jahre alter Mann aus Windischeschenbach und eine 85-jährige Frau aus Kirchenthumbach (beides Landkreis Neustadt/Waldnaab) bereits vor Tagen bei ihren Wohnhäusern gestorben sind. Die Frau war wegen eines Herzproblems auf ihrem abgelegenen Einödhof gestürzt, konnte nicht mehr aufstehen und erfror. Der Mann starb auf seiner Terrasse, nachdem er es aus ungeklärten Gründen nicht geschafft hatte, nachts ins Haus zu kommen.

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