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Tauwetter und ein Todesfall

Würzburg/Kelheim - Die Pegelstände der Flüsse in Bayern steigen und steigen. Mit den milderen Temperaturen taut es vielerorts, die Schnee- und Eismassen rutschen von den Dächern. Für einen Mann endete das tödlich

Tauwetter und Regenfälle haben am Wochenende in Bayern die Pegelstände an vielen Flüssen weiter steigen lassen. Mehrere Menschen wurden von Dachlawinen verletzt. In Niederbayern löste sich durch die milden Temperaturen eine Dachlawine und tötete einen Mann. Der 67-Jährige wurde am Samstag auf einer Baustelle in Kelheim von einem Gerüstteil am Kopf getroffen. Laut Polizei war die Dachlawine mit so großer Wucht auf ein Baugerüst gestürzt, dass Gerüstteile hinabfielen und den Rentner trafen.

Wegen des nasskalten Wetters hatten die Einsatzkräfte vielerorts reichlich zu tun. So stürzte in der Oberpfalz eine Sporthalle unter der Last des feuchten Schnees ein. Von dem Hochwasser waren besonders das Maingebiet sowie einige nördliche Donauzuflüsse betroffen. In den Gebieten wurden oftmals Straßen und Parkplätze geflutet.

Im oberfränkischen Pettstadt an der Regnitz sowie im unterfränkischen Bad Kissingen an der Fränkischen Saale herrschte am Sonntag die höchste Hochwasser-Meldestufe vier. Für den gesamten Abschnitt von der Regnitzmündung bis zur hessischen Landesgrenze wurde nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes in München die Warnstufe zwei erreicht - bei steigender Tendenz. In Würzburg rechnete die Stadtverwaltung mit dem Scheitelpunkt der Flutwelle des Mains am Montagabend. Bis dahin sollten Dämme aus Sandsäcken errichtet werden. An den Oberläufen von Wörnitz und Altmühl, beides Donauzuflüsse, kam es zu Überflutungen bis hin zu Meldestufe drei.

Bei Meldestufe drei stehen einzelne Grundstücke oder Keller unter Wasser, Straßen müssen gesperrt werden. Meldestufe vier bedeutet, bebaute Gebiete werden in größerem Umfang überflutet.

Das wärmere Wetter brachte noch mehr Probleme mit sich: Am Samstag stürzte das Dach einer Halle in Birgland (Landkreis Amberg-Sulzbach) wegen des nassen Schnees teilweise ein. Die etwa 750 Quadratmeter große Halle ist für die dort trainierenden Sportvereine nun zunächst nicht nutzbar, der Schaden beläuft sich laut Polizei auf rund 100 000 Euro. Glück hatte eine Putzfrau: Das Dach stürzte ein, kurz bevor sie die Birglandhalle betreten wollte.

dpa

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