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Weil er Steuern hinterzogen und Sozialabgaben einbehalten hatte, muss ein Taxiunternehmer ins Gefängnis.

Taxi-Chef muss hinter Gitter

Roth - Für drei Jahre und fünf Monate wandert ein 51-jähriger Taxi-Unternehmer aus Allersberg (Lankreis Roth) ins Gefängnis. Er hatte Steuern einbehalten und Sozialabgaben nicht gezahlt - da kamen etwa 900.000 Euro zusammen.

Der Mann hatte nach Ansicht des Landgerichts Nürnberg-Fürth zwischen 2003 und 2008 in 134 Fällen Steuern in einer Gesamthöhe von 400.000 Euro nicht gezahlt. Zudem hielt er in 68 Fällen Sozialabgaben für seine angestellten Taxi-Fahrer in einer Höhe von rund 500.000 Euro zurück, wie der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsverkündung erläuterte.

Die Staatsanwältin hatte in ihrem Plädoyer betont, dass der 51-Jährige über lange Zeit hinweg große Geldmengen einbehalten habe. Deshalb könne man bei ihm von einem Wiederholungstäter sprechen. „Kriminelles Handeln war Teil seines Geschäftskonzeptes“, sagte die Anklägerin über den Geschäftsmann, der in Nürnberg drei Taxiunternehmen führt.

Der 51-Jährige hatte zu Prozessbeginn vergangene Woche einen Großteil der Vorwürfe eingeräumt. Die Verfahrensbeteiligten verständigten sich daraufhin auf ein Höchststrafmaß von drei Jahren und sechs Monaten. „Zugunsten des Angeklagten spricht die Tatsache, dass er sich geständig gezeigt hat“, erläuterte der Richter das Urteil, dass geringfügig unter den Forderungen von Anklage und Verteidigung ausfiel.

dpa

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