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In der Karpfenzucht fehlt der Nachwuchs.

Start der Karpfensaison

Teichwirte sorgen sich um Nachwuchs

Gerhardshofen - Blau oder gebacken - viele bayerische Gasthäuser locken jetzt wieder mit Karpfen-Spezialitäten. Der Start in die Karpfensaison ist allerdings nicht ungetrübt: Die Züchter leiden unter Nachwuchssorgen.

Bayerns Teichwirte sind in die diesjährige Karpfensaison gestartet - und bangen um ihre Zukunft. „Wir haben die Sorge, dass bei einem Generationswechsel jüngere Leute die Karpfenzucht nicht mehr fortsetzen“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der bayerischen Berufsfischer, Thomas Müller-Braun, der Nachrichtenagentur dpa. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) eröffnete am Freitag in Gerhardshofen (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) offiziell die Saison.

Nach Angaben von Müller-Braun betreiben die meisten bayerischen Teichwirte die Karpfenzucht im Nebenerwerb: „In der Regel haben die Teichwirte noch eine Landwirtschaft. Die Karpfenzucht gehört einfach zum Hof.“ Das sei aber für jüngere Leute keineswegs mehr selbstverständlich. Wegen der zunehmenden bürokratischen Hürden seien immer weniger Hoferben bereit, die teils seit vielen Generationen betriebene Karpfenzucht fortzusetzen.

Rund 6000 Tonnen Karpfen pro Jahr

„Außerdem stagniert der Preis seit vielen Jahren“, ergänzte Müller-Braun. „Das Problem ist, dass die meisten Teiche im November abgeerntet werden. Da kommen dann alle mit Karpfen auf den Markt.“ Der Erzeugerpreis liege seit Jahren bei rund drei Euro pro Kilogramm. „Wenn jemand direkt an eine Gastwirtschaft liefert, erhält er ein bisschen mehr.“ Gaststättenbesucher zahlten in Nürnberg dagegen schon für 100 Gramm Karpfen 2,20 Euro. Günstiger sei der fix und fertig zubereitete Karpfen im Aischgrund; dort liege der 100-Gramm-Preis bei rund 1,50 Euro.

Nach Angaben von Minister Brunner rechnen die bayerischen Teichwirte in diesem Jahr mit rund 6000 Tonnen Karpfen. Vor allem in Mittelfranken, der Oberpfalz und Oberfranken wird der Fisch gezüchtet. Allein aus dem Aischgrund komme etwa ein Drittel der bayerischen Produktion, betonte der Minister. Mit rund 6900 Teichen präge die Karpfenteichwirtschaft im Aischgrund schon seit mehr als 1000 Jahren eine wunderbare Kulturlandschaft, sagte der Minister laut Mitteilung. Der älteste schriftliche Nachweis für Teiche bei Neustadt/Aisch stamme aus dem Jahr 912.

dpa

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