Dreiste Nummer

Telefonbetrüger erbeuten mehr als 20.000 Euro

Über drei Wochen lang konnten die Telefonbetrüger einen Mann erpressen. Sie gaben sich als Polizisten und Staatsanwälte aus und konnten über 20.000 Euro erbeuten. 

Nürnberg - Telefonbetrüger haben sich als Polizisten und Staatsanwälte ausgegeben und so Zehntausende Euro erbeutet. Die Täter griffen dabei auf einen technischen Kniff zurück: Sie riefen unter der tatsächlichen Nummer der Schweinfurter Justizbehörden an, die dann auf dem Display eines 49-Jährigen aus dem Landkreis Bad Kissingen angezeigt wurde, wie die Polizei am Montag mitteilte. Am Samstag war das Opfer zur Polizei gegangen.

Der Mann gab an, vor etwa drei Wochen einen Anruf von einem gewissen „Herrn Brand“ erhalten zu haben. Der angebliche Polizeihauptkommissar gaukelte vor, dass gegen ihn ein Ermittlungsverfahren laufe. In den folgenden Tagen drängte der Anrufer den Mann immer wieder, größere Beträge über einen Geldüberweisungsdienst zu transferieren. Sonst werde er vor Gericht gegen ihn aussagen, drohte der Unbekannte.

Der 49-Jährige überwies zunächst mehrere Tausende Euro. Als seine finanziellen Mittel erschöpft waren und sich nun auch ein angeblicher Staatsanwalt bei ihm meldete, wandte er sich an seine Schwester, die ihm mit weiteren Bargeldsummen aushalf. Letztlich seien sie und ihr Bruder um insgesamt mehr als 20.000 Euro gebracht worden, hieß es.

Die Ermittlungen wegen Betrugs, Amtsanmaßung und Nötigung hat inzwischen die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Die Polizei in Unterfranken warnt vor weiteren Anrufen von Telefonbetrügern.

Einen ähnlichen Fall gab es erst Ende Juli, dabei haben sich Telefonbetrüger ebenfalls als Polizisten ausgegeben

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild). 

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