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Gegen einen ehemaligen Fährmann der Lastenfähre zur Fraueninsel im Chiemsee wird ermittelt. Er soll Ticket-Erlöse in die eigene Tasche gesteckt haben. 

Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt

Ticket-Erlöse veruntreut: Ermittlungen gegen Fährmann am Chiemsee

Er soll Einnahmen aus dem Fährbetrieb veruntreut haben. Jetzt wird gegen einen Fährmann am Chiemsee ermittelt, der auch Mitglied im Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister war.

Chiemsee/Traunstein - Die Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt wegen Untreue gegen einen früheren Fährmann der Lastenfähre zur Fraueninsel im Chiemsee. Der Mann soll Gebühren für die Überfahrt in die eigene Tasche gesteckt haben. Wie viel genau, war zunächst unklar. Die Ermittlungen dauerten an, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. „Nach derzeitiger Planung ist mit einem Ermittlungsabschluss bis Ende März zu rechnen.“ Die Süddeutsche Zeitung (Donnerstag) hatte zuerst über den Fall berichtet.

Die Fraueninsel gehört zur Gemeinde Chiemsee im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Auf der autofreien Insel leben rund 250 Einwohner. Sie sind auf die Lastenfähre angewiesen. Mit ihren traditionellen Töpfereien, Fischereibetrieben, ihrem Benediktinerinnenkloster und der 1200 Jahre alten Münsterkirche ist die Fraueninsel ein Touristenmagnet. Schiffe bringen Besucher dorthin.

Der Beschuldigte war laut Süddeutscher Zeitung seit 1984 Mitglied im Gemeinderat und mehr als 20 Jahre Zweiter Bürgermeister, hat aber beide Ämter nun nicht mehr inne. Mit den Ermittlungen habe sein Ausscheiden aus dem Rat aber nichts zu tun, zitiert die Zeitung den Mann. Einen ausführlichen Bericht hierzu lesen Sie auf Chiemgau24.de*.

dpa/lby

*Chiemgau24.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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