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Der Tiergarten Nürnberg wird wegen seiner Delfin-Lagune kritisiert.

Delfin-Lagune

Tierschützer kritisieren Tiergarten Nürnberg

Nürnberg - Tierschützer kritisieren den Umgang mit Delfinen im Nürnberger Tierpark - und drohen mit Enthüllungen über interne Abläufe. Jetzt wehrt sich der Zoo.

Tier- und Umweltschützer machen Druck auf den Nürnberger Tiergarten. Die Tierschutzorganisation Peta hat dem Zoo stark kritisiert. „Wir wollen, dass die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Salzwasseraustritt aus der Delfin-Lagune wieder aufgenommen werden“, erklärte Edmund Haferbeck von Peta am Mittwoch. 2011 war Salzwasser aus der Delfin-Lagune ausgetreten und hatte Schäden in einem Wäldchen neben der Lagune verursacht.

Haferbeck wollte vom Tiergarten unter anderem wissen, ob die Delfine in Nürnberg wegen verunreinigten Wassers krank wurden und wie der Zoo mit dem Austritt von Salzwasser aus der Lagune umgeht.  „Dafür müssen die Verantwortlichen gerade stehen“, forderte er.

Mit den Fragen bezog sich Haferbeck auf den Inhalt eines internen Schreibens von Zoodirektor Dag Encke. „Dieses Schreiben war Teil der Ermittlungsakten, die uns die Generalstaatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt hat“, erklärte Haferbeck. Peta hatte Beschwerde eingereicht, nachdem das Ermittlungsverfahren wegen des Salzwasseraustritts eingestellt worden war.

Zoo wehrt sich gegen Kritik

Der Zoo wehrt sich gegen die Kritik der Tierschützer. Der Ton der Kampagnen werde immer schriller, sagte Encke. Der Tierpark ging deshalb in die Offensive und veröffentlichte seine Antworten auf die Anfrage vom vergangenen Oktober noch vor den Tierschützern. „Die Fälle haben für uns teils eine hohe Brisanz“, erklärte Encke. Für ihn sei das Vorgehen der Tierschützer „unverhältnismäßig“. Die Hälfte seiner Arbeitszeit verwende er mittlerweile darauf, sich mit seinen Kritikern auseinanderzusetzen. „Die Schärfe der Kampagnen stehen in keinem Verhältnis zu unserer Arbeit“, sagte er.

Haferbeck lobte die Entscheidung des Tierparks, mit den Antworten an die Öffentlichkeit zu gehen. „Jetzt muss sich der Tiergarten dem aber auch stellen“, sagte er. Peta kritisierte auch die Geburt der beiden Eisbärenkinder im Tierpark, die am Dienstag bekanntgegeben worden war. Angesichts der mangelhaften Haltungsbedingungen sei das kein Grund zum Feiern, erklärten die Tierschützer. Mit Blick auf das interne Schreiben sagte Haferbeck: „Es gibt noch eine Reihe weiterer unbekannter Vorfälle, die wir öffentlich machen wollen.“

dpa

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