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Dompteur Christian Walliser war am 8. Dezember vor mehr als 150 Gästen bei einer Dinner-Show in der Alten Hagenbeckschen Dressurhalle in Hamburg gestolpert und von drei Tigern angefallen worden.

Tiger-Dompteur nach Angriff zurück in Manege

Nürnberg/Königsbrunn - Knapp zwei Monate nach einer lebensgefährlichen Tiger-Attacke ist der 28 Jahre alte Dompteur zurück in der Manege: mit Kamelen.

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Vor begeistertem Publikum zeigte der gebürtige Augsburger am vergangenen Wochenende in einem Zirkus in Nürnberg eine Show mit vier Tieren. “Ich wollte mir selber beweisen, dass ich es körperlich schaffe“, sagte Christian Walliser am Montag in Königsbrunn. Anfang Dezember war der 28-Jährige bei einer Dinner-Show in Hamburg von drei Tigern in Kopf, Brust und die linke Hand gebissen und danach in ein künstliches Koma versetzt worden.

Der fünfminütige Auftritt mit den Kamelen, die dem befreundeten Zirkus gehören, habe ihm wahnsinnig viel Freude bereitet. “Ich hatte so einen Adrenalinschub“, schilderte Walliser seine Gefühle. Die Arbeit mit den Tieren sei ihm bekannt, da er früher bereits Kamele und Pferde dressiert habe. “Das ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht.“ Bei dem Auftritt in Nürnberg habe es sich aber um eine einmalige Angelegenheit gehandelt - sein eigentliches Ziel sei es, am 6. März wieder mit seinen Tigern in die Manege zurückzukehren, sagte der 28-Jährige.

Angst vor dem geplanten Auftritt im “Circus Crocofant“ in der Nähe von München habe er “absolut nicht“. Bereits seit zwei Wochen gehe er wieder zu den Raubtieren in die Umzäunung des Freilaufs. “Das kann nur ich machen, weil ich die Bezugsperson bin“, erklärte Walliser. Seine zwölf Tiger hätten sich gefreut, als sie ihn nach dem Krankenhausaufenthalt zum ersten Mal wiedergesehen hätten. “Die haben gemaunzt und sich auf den Rücken geworfen.“

Vor dem Auftritt am 6. März muss der Dompteur aber noch eine Operation an der linken Hand hinter sich bringen. Ein Gestell, das seine Hand fast zwei Monate lang ruhig gestellt hatte, soll an diesem Dienstag entfernt werden. “Ich muss jetzt kämpfen - auch für meine Tiger“, erklärte Walliser entschlossen. Seine Hände und sein Körper müssten funktionieren, sonst könne er nicht mehr in die Manege zu seinen Tieren zurückkehren.

dpa

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