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Der Todesfall überschattet das Heavy-Metal-Festival

Der Mann kam aus Bayern

Tod beim Wacken-Fest: Obduktion angeordnet 

Wacken - Die Identität des Mannes, der beim Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken am Wochenende zu Tode kam, ist geklärt. Die Polizei geht von einem Unfall aus. 

Nach Einschätzung von Polizei und Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen Unglücksfall. „Fremdverschulden wird von der Kriminalpolizei ausgeschlossen“, sagte Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg am Montag auf dapd-Anfrage. Der Leichnam des jungen Mannes soll trotzdem obduziert werden, um die genaue Todesursache ermitteln, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe am Montag auf dapd-Anfrage und korrigierte damit seine ursprünglichen Angaben.

Der 22 Jahre alte Mann aus Süddeutschland war am Samstagabend auf der Ladefläche seines Autoanhängers wahrscheinlich an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ums Leben gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass Gase eines Notstromaggregats unter sein Zeltdach geströmt waren. Vermutlich sei die Plane am Unglückstag über das Aggregat geweht. „Wir hatten viel Wind in Wacken.“

Bekannte hatten den Mann leblos auf der Ladefläche entdeckt. Rettungskräfte versuchten 30 Minuten lang vergeblich, den Mann zu reanimieren. Auch ein früheres Eingreifen hätte dem jungen Mann wohl nicht mehr helfen können, wie es weiter von der Polizei hieß.

Die Veranstalter des Festivals hatten sich am Wochenende bestürzt über den Unfall gezeigt. „Wir sind total geschockt, für uns sind die Fans das wichtigste“, sagte Festival-Mitbegründer Thomas Jensen der Nachrichtenagentur dapd. Und dieser Unglücksfall überschatte alles. „Wir müssen das erst einmal verarbeiten.“

Bereits 2007 hatte es auf dem Festivalgelände einen tödlichen Unglücksfall gegeben. Damals war ein Besucher im Schlamm ausgerutscht und unter einen Rettungswagen gekommen, der gerade auf dem Weg zu einem Notfall war. 2011 war eine junge Frau im Anreiseverkehr zum Festival bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Von Donnerstag bis zum frühen Sonntagmorgen hatten insgesamt 75.000 Heavy-Metal-Fans aus 35 Ländern trotz wolkenbruchartiger Regenfälle und stark verschlammter Wege in Wacken gefeiert. Das nach Veranstalterangaben weltgrößte Heavy-Metal-Festival war bereits zum siebten Mal in Folge ausverkauft. Rund 130 Bands traten auf insgesamt sieben Bühnen auf, darunter die Scorpions, Oomph! und Saxon.

dapd

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