Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20

Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20
+
Pfarrer Georg Stetter starb im vergangenen April völlig unerwartet im Alter von 74 Jahren. War es ein natürlicher Tod?

Todesermittlung: Pfarrer wird wieder ausgegraben

Fürsteneck - Zehn Monate lang ist er jetzt tot. Nun aber wird die Leiche eines Pfarrers plötzlich wieder aus seinem Grab tief im Bayerischen Wald gehoben. Wurde er ermordet?

Mysteriöse Rätsel ranken sich um Georg Stetter, den ehemaligen Seelsorger der Pfarreien Fürsteneck (Kreis Freyung-Grafenau) und Aicha vorm Wald (Kreis Passau). Über die Gründe der Exhumierung hält sich die Staatsanwaltschaft äußerst bedeckt. Nur so viel munkelt man: Es soll um sehr viel Geld gehen !

Das Grab des Pfarrers: Er wird hier demnächst exhumiert.

Der Bischöflich-Geistliche Rat Stetter war im vergangenen April im Alter von 74 Jahren plötzlich verstorben. Er sei leblos im Flur seines Altersruhesitzes in Fürsteneck aufgefunden worden, berichtet die Passauer Neue Presse (PNP) . Todesursache: vermutlich Herztod. Pfarrer Stetter fand in seiner Heimatgemeinde Zenting (Kreis Freyung-Grafenau) die letzte Ruhe. Vermutlich nächste Woche soll er nun wieder ausgegraben und untersucht werden. Die Umrandungen des Grabes und der Blumenschmuck sind bereits entfernt, die Erde ist mit einer Folie zugedeckt.

"Wir müssen Auffälligkeiten aufklären", erklärt Passaus Leitender Oberstaatsanwalt Helmut Walch das Ganze vorsichtig. Der Arzt habe damals eine natürliche Todesursache festgestellt, nun müsse aber "bestimmten Umständen" nachgegangen werden. "Wir führen Todesermittlungen, da bestimmte Verdachtsmomente aufgetreten sind." Näheres sage er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Laut PNP besteht der Verdacht, dass Georg Stetter keines natürlichen Todes starb. An ihn hätte just am Tag seines Todes eine größere Geldsumme - angeblich 75?000 Euro - zurückgezahlt werden sollen. Dennoch: Von einem Kapitalverbrechen sei derzeit nicht auszugehen, sagt Walch. Gegen eine bestimmte Person werde nicht ermittelt.

Georg Stetter galt als volksnaher Priester, er war sehr beliebt. 1959 wurde er in Passau zum katholischen Priester geweiht. Auffällig: Er war schon einmal neun Tage lang im Gefängnis: 1969, als er 36 Jahre alt war, wurde er am Heiligen Abend laut Zeitungsberichten festgenommen. Vorwurf: Landfriedensbruch. Er soll den dörflichen Widerstand gegen den Bau eines Heims für geistig behinderte Kinder angeführt haben. Hat dies etwas mit der Exhumierung zu tun? Noch ist alles ein großes Rätsel.

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trümmerfeld aus Beton: A3 nach Unfall beidseitig gesperrt 
Die Autobahn 3 bei Würzburg ist nach einem Unfall am Freitagmorgen beidseitig gesperrt. Ein Lastwagen hat die Leitplanke durchbrochen und ein Trümmerfeld hinterlassen.
Trümmerfeld aus Beton: A3 nach Unfall beidseitig gesperrt 
Sturmtief „Friederike“: Weiter Verspätungen bei Flügen und Zügen
Sturmtief Friederike erreicht Bayern - genau zum Jahrestag von Orkan Kyrill aus dem Jahr 2007. In unserem Newsblog halten wir Sie auf dem Laufenden.
Sturmtief „Friederike“: Weiter Verspätungen bei Flügen und Zügen
Elektronische Wasserzähler bald Pflicht? Datenschützer schlägt Alarm
Elektronische Wasseruhren kann man ablesen, ohne dass jemand die Haustür öffnen muss. Nun rühren sich jedoch Bedenken dagegen, dass Gemeinden die funkenden Zähler bald …
Elektronische Wasserzähler bald Pflicht? Datenschützer schlägt Alarm
Asylhelfer nach Verbandsentscheid frustriert: „Weniger wert als ein Putzlappen“
Ulrich Muzyk hat begonnen, einer Afghanin ehrenamtlich Nachhilfe zu geben. Nachdem er in seinem Engagement eingebremst wurde, versteht der 77-Jährige die Welt nicht mehr.
Asylhelfer nach Verbandsentscheid frustriert: „Weniger wert als ein Putzlappen“

Kommentare