Töchter als Drogentarnung missbraucht

Nürnberg - Mit einer besonders dreisten Masche ist ein albanischer Drogenkurier bei Nürnberg gescheitert. Wie er seine kleinen Töchter (3 und 6 Jahre) als Tarnung missbrauchen wollte:

Am Montag um 03.45 Uhr kontrollierten Beamte der Fahndungskontrollgruppe (FKG) Feucht auf der A3 Richtung Süden, Höhe Ausfahrt Mögeldorf, die Insassen eines BMW X 5, italienischer Zulassung. Ein 30-jähriger Albaner war zusammen mit seiner albanischen Ehefrau und den sechs und drei Jahre alten Töchtern unterwegs in Richtung Italien. I

m Rahmen der routinemäßigen Kontrolle stellte sich heraus, dass die beiden Eheleute keine gültigen Ausweispapiere bei sich führten. Zur Klärung der Identität wurde die Familie zur Dienststelle der FKG Feucht verbracht.

Im Fahrzeug des Tatverdächtigen fanden die Ermittler Hinweise auf möglichen Drogenbesitz. Die genaue Durchsuchung des Fahrzeuges führte zum Fund von ca. 6 kg Kokain, das in elf Päckchen verpackt in der Mulde des Reserverades versteckt war.

Die 26-jährige Ehefrau bestritt auf Vorhalt, von dem Rauschgift gewusst zu haben. Nachdem sich der Tatverdacht gegen sie nicht aufrecht erhalten ließ, entließen die Ermittler sie im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und übergaben beide Kinder wieder in ihre Obhut. Der Vater wurde vorläufig festgenommen; die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth beantragt heute beim AG Nürnberg Haftbefehl gegen den arbeitslosen Bauunternehmer.

Die weiteren polizeilichen Ermittlungen übernahm die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Polizei & Zoll des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) und des Zollfahndungsamtes München (GER Nordbayern). In seiner Vernehmung gab der Tatverdächtige zu, dass er als Kurier das Rauschgift nach Italien hätte transportieren sollen.

Rubriklistenbild: © dpa

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