Gericht weist Revision zurück

Tödliche Automatensprengung: Urteil rechtskräftig

Dreieinhalb Jahre nach der Sprengung eines Fahrkartenautomaten mit tödlichen Folgen für einen Mann aus Bayern ist das Urteil gegen die Täter rechtskräftig geworden.

Hanau  – Im September 2013 hatten drei Männer einen Fahrkartenautomat im baden-württembergischen Wittighausen-Gaubüttelbrunn in die Luft gesprengt. Einer von ihnen war dabei tödlich verletzt worden. Die beiden anderen Männer mussten sich vor Gericht verantworten. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies bereits Ende März eine erneute Revision eines der Angeklagten zurück, wie ein Sprecher des Landgerichts Hanau am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Die beiden Angeklagten waren unter anderem wegen versuchten Mordes zu sechs Jahren und acht Monaten beziehungsweise vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden.

Nachdem bei der Sprengung ein Komplize lebensgefährlich verletzt wurde, fuhren die Täter mit dem Verletzten fast zwei Stunden durch die Gegend, statt ihm ärztliche Hilfe zukommen zu lassen. Nachdem der Komplize aus dem unterfränkischen Zeitlofs (Landkreis Bad Kissingen) gestorben war, legten sie die Leiche auf dem Bahnhofsvorplatz im hessischen Bad Soden-Salmünster ab – 120 Kilometer vom Tatort entfernt. Erst dann riefen sie die Polizei.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance

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