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Ein Ölfleck an der Unfallstelle zwischen Marktrettenbach und Ottbeuren (Bayern), aufgenommen am 17.04.2012. Eineinhalb Jahre nach dem Mord an einem Motorradfahrer im Allgäu durch einen vorsätzlich gelegten Ölfleck startet die Polizei eine DNA-Reihenuntersuchung.

Polizei verfolgt heiße Spur

Tödliche Ölspur: Auswertung der Handydaten

Rettenbach - Mehr als anderthalb Jahre nach dem tödlichen Ölfleck-Anschlag auf einen Motorradfahrer im Allgäu will die Polizei dem Täter durch Auswertung von Handydaten auf die Spur kommen.

Die Polizei macht sich nun daran, die Mobilfunkdaten, die unmittelbar nach dem Verbrechen in der Nähe des Tatortes ermittelt wurden, auszuwerten. Wessen Handy in der relevanten Zeit dort geortet wurde, solle dann um eine freiwillige Speichelprobe gebeten werden, teilte die Polizei am Donnerstag in Kempten mit. Nach den Angaben könnte es sich um mehrere hundert neue Proben handeln.

Der Anschlag hatte im April 2011 nicht nur bei Bikern im Allgäu für Entsetzen gesorgt. Ein 37 Jahre alter Familienvater war zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren im Unterallgäu mit seinem Motorrad auf einer vorsätzlich gelegten Öllache ausgerutscht, gestürzt, in ein Auto gekracht und gestorben. Ermittler fanden in der Region noch neun weitere Ölflecken. Der unbekannte Täter hatte auf den Straßen Wein- und Sektflaschen mit Altöl zertrümmert und so gefährliche Schleuderfallen hinterlassen.

Auf den Scherben konnten männliche DNA-Spuren festgestellt werden. Mit Hilfe dieses genetischen Fingerabdruckes fahnden die Ermittler nun in einem DNA-Reihentest nach dem Täter. Bislang haben nach Polizeiangaben 450 Männer eine freiwillige Probe abgegeben, die Hälfte der Proben sei bislang ausgewertet - allerdings ohne Treffer. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 50.000 Euro ausgesetzt.

dpa

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