Neu-Ulm

Anklage fordert 13 Jahre Haft für tödliche Schüsse

Memmingen - Auf offener Straße wurde Ende 2012 in Neu-Ulm ein 31 Jahre alter Mann niedergeschossen und getötet. Dafür soll ein 23-Jähriger nach dem Willen der Staatsanwaltschaft nun 13 Jahre Haft erhalten.

Für tödliche Schüsse auf offener Straße soll ein 23 Jahre alter Mann 13 Jahre ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft forderte am Montag vor dem Landgericht Memmingen für den Hauptangeklagten einen Schuldspruch wegen Totschlags und versuchten Totschlags.

Drei Mitglieder einer Rockergruppierung müssen sich seit Oktober 2013 vor Gericht verantworten. Sie sollen für den Tod eines Chefs einer Security-Firma verantwortlich sein. Der 31-Jährige aus dem Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg war im Dezember 2012 in einem Gewerbegebiet in Neu-Ulm niedergeschossen worden.

Die drei Rocker sollen sich laut Anklage mit drei Männern zu einer Aussprache getroffen haben. Nach einem Wortgefecht sollen mehrere Schüsse auf den 31-Jährigen und seinen zehn Jahre älteren Begleiter abgefeuert worden sein. Während der Ältere mit einem Lungendurchschuss überlebte, erlag der 31-Jährige seinen schweren Verletzungen. Nur der Hauptangeklagte soll geschossen haben. Die Tat soll jedoch zuvor mit dem mitangeklagten Brüderpaar abgesprochen gewesen sein.

Ursprünglich waren die 22 bis 28 Jahre alten Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Das Mordmerkmal der Heimtücke konnte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft aber nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden. Für den 28 Jahre alten Mitangeklagten forderte die Staatsanwaltschaft wegen versuchter Strafvereitelung ein Jahr und acht Monate auf Bewährung. Für den jüngeren Bruder beantragte sie Freispruch.

Der Prozess wird am 5. Mai mit den Schlussvorträgen der Verteidiger fortgeführt. Möglicherweise wird direkt im Anschluss an die Plädoyers das Urteil gesprochen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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