Schulbus kracht in Hauswand - Mindestens 20 Verletzte

Schulbus kracht in Hauswand - Mindestens 20 Verletzte
Kushtrim K. vor Gericht.

Fall Marco

Tödlicher Schlag vor Disko: Er fleht um Vergebung

Traunstein - Es war nur ein Faustschlag ins Gesicht des Opfers - doch die Folgen waren tödlich: Ein 25-Jähriger muss sich deswegen nun vor Gericht verantworten.

Vor der Disco Heaven kam es im September 2013 zur tödlichen Begegnung zwischen dem Angeklagten und Marco G.

Seine traurigen Augen blicken unter der Kapuze hervor, dann hebt Kushtrim K. seinen Kopf, dreht sich zu den Eltern von Marco G.: „Es tut mir leid, ich habe ihrem Sohn unendlichen Schmerz zugefügt. Ich wollte das nicht.“ Der 25-Jährige hatte Marco G. aus Bad Aibling vor einer Rosenheimer Diskothek einen Schlag verpasst. Der 21-Jährige ging daraufhin zu Boden und starb wenig später im Krankenhaus. Jetzt steht Kushtrim K. wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Traunsteiner Landgericht.

Nach seinem Geständnis und der Entschuldigung sagte der 25-Jährige am Montag vor Gericht, er habe sich provoziert gefühlt, weil ihm das Opfer den Stinkefinger gezeigt habe. Er habe dem 21-Jährigen daraufhin einen Schlag ins Gesicht verpasst. Keinesfalls habe er den Kontrahenten töten wollen. Andere Zeugen gaben am Montag vor Gericht an, es habe aber keine vorherige Provokation durch Marco G. gegeben.

Fakt ist: Der mutmaßlicher Täter und das Opfer kannten sich nicht. Beide waren am 7. September getrennt voneinander und mit Freunden auf dem Rosenheimer Herbstfest gewesen. Danach zogen sie durch die Stadt. Erst am frühen Morgen trafen Kushtrim K. und Marco G. vor der Disco Heaven aufeinander.

Der 21-Jährige stürzte nach dem Schlag ins Gesicht so unglücklich zu Boden, dass sein Kopf auf die Bordsteinkante aufschlug. Das Opfer kam zwar noch mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Rosenheimer Klinikum, starb aber zwei Stunden später an den Folgen einer zentralen Lähmung.

Der Tod von Marco G. hatte in Rosenheim, Bad Aibling und Umgebung für Entsetzen und Fassungslosigkeit gesorgt. Die Familie hielt nach dem Tod des 21-jährigen Molkereifachmanns zusammen. „Die große Betroffenheit zu spüren, ist ein kleiner Trost“, sagte damals Marcos Vater den Medien. Der Verlust sitzt bis heute tief, Marco G. war beliebt gewesen, hatte viele Freunde, kochte für sein Leben gern.

Auch für Kushtrim K. brach die Welt zusammen: Der 25-Jährige lebte bis zur Tat selbst noch bei seinen Eltern und war bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten. Laut Aussagen hatte er an dem Abend keinen Alkohol getrunken. Der Prozess wird am 7. April fortgesetzt.

tz

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