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Hier kam es zu der Tat

Erste Erkenntnisse der Polizei

Tödlicher Streit: Familiäre Hintergründe

Neumarkt i.d. Oberpfalz - Ein Mann will sich von einem Felsen stürzen. Die Polizei rettet den 43-Jährigen. Am Tag darauf kommt es zu einer Familientragödie. Die Ermittler haben nun erste Erkenntnisse bekanntgegeben.

Die Bluttat in Neumarkt mit zwei Toten und einem Schwerverletzten hat familiäre Hintergründe. Bei den Toten handele es sich um einem 65-Jährigen und dessen 26 Jahre alten Sohn, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Schwerverletzte ist der Schwiegersohn des älteren Mannes. Der 43-Jährige hatte nach ersten Ermittlungen die Polizei am Dienstagnachmittag angerufen und von eigenen Verletzungen berichtet. Wenige Minuten später ging ein Notruf eines Hausbewohners ein. Dieser hatte den stark blutenden Mann im Treppenhaus entdeckt. In der angrenzenden Wohnung fand die Polizei dann die Leichen.

Alle Opfer wiesen Schnitt- und Stichverletzungen auf. Mögliche Tatwaffen sind ein Messer und ein weiteres Küchenwerkzeug, das die Polizei am Tatort sicherstellte. „Um was für ein Werkzeug es sich handelt, wollen wir aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht veröffentlichen“, sagte Polizeisprecher Michael Rebele. Noch ist für die Ermittler völlig unklar, was sich genau zwischen den drei Männern abgespielt hat, betonte Rebele. Es gebe jedoch keine Anhaltspunkte für die Beteiligung weiterer Personen.

Der 43-Jährige hatte die Einsatzkräfte bereits am Montag in Atem gehalten. „Er hatte bei der Polizei Neumarkt angerufen und angekündigt sich von einem Felsen der Burgruine Wolfstein in die Tiefe zu stürzen“, berichtete Polizeisprecher Rebele. Grund seien nach Angaben des Mannes familiäre Probleme. Mit Hilfe einer speziell ausgebildeten Verhandlungsgruppe wurde er gerettet und auf eigenen Wunsch in eine Klinik zur stationären therapeutischen Behandlung gebracht. Am Dienstag verließ er die Klinik jedoch. Wenig später kam es dann zu der Bluttat.

dpa

 

Neumarkt: Zwei Tote und ein Schwerverletzter gefunden

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