Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot

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Polizei sucht Hinweise

Tödlicher Überfall auf Rentner in Bayreuth bei „Aktenzeichen xy“

Bayreuth – Der Fall schockiert: Ein 88 Jahre alter Mann wird in seinem Haus in Bayreuth überfallen und getötet. Am Mittwoch, 17. Mai, wird der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen xy“ thematisiert.

Gut vier Wochen nach dem tödlichen Überfall auf einen 88 Jahre alten Mann in Bayreuth gehen die Ermittler inzwischen von Mord in Verbindung mit schwerem Raub aus. Wie eine Sprecherin der Polizei am Dienstag sagte, fehlten zahlreiche Schmuckstücke sowie Bargeld. Der Senior war in seinem Wohnhaus getötet worden, ein anonymer Hinweisgeber hatte die Polizei darüber informiert. Die Beamten bitten am Mittwoch (17. Mai) mithilfe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen xy“ auch die Fernsehzuschauer um Hinweise.

1000 Spuren am Tatort gesichert

Die Ermittlungen seien enorm aufwendig, die Kriminalbeamten hätten in dem Haus etwa 1000 Spuren gesichert, sagte die Sprecherin. Diese werden nun vom Landeskriminalamt (LKA) und vom Rechtsmedizinischen Institut in Erlangen ausgewertet. Allein mehr als 50 leere Schmuckbehälter stellte die Polizei sicher. Um den möglichen Tathergang rekonstruieren zu können, sei ein 3D-Scanner des LKA eingesetzt worden. Experten aus München versuchen zudem, ein Täterprofil zu erstellen.

Die Polizei hofft auf die Mithilfe der Bevölkerung. So seien Zeugen am Tatabend in der Nähe des Wohnhauses des 88-Jährigen zwei Männer aufgefallen, ebenso ein halb auf einer Straße geparktes Mountainbike. Weitere Hinweise soll die am Mittwoch ausgestrahlte Fernsehsendung bringen.

Mysteriöser Hinweisgeber meldete sich bei der Polizei

Bereits vor zwei Wochen hatte die Polizei den Notruf des unbekannten Informanten veröffentlicht. Der Mann hatte am Tatabend (12. April) von einer Telefonzelle im württembergischen Crailsheim aus die Polizei angerufen und auf den schwer verletzt in seinem Haus liegenden Senior aufmerksam gemacht. Der in gebrochenem Deutsch sprechende Unbekannte sagte, er habe Informationen bekommen, dass ein alter Mann in seinem Blut liege, und nannte der Polizei die Adresse.

Eindringlich und mehrmals „bitte“ sagend bat er darum, eine Streife zu dem Haus zu schicken. Auf den Notruf hin fanden Beamte den 88-Jährigen leblos in seinem Haus. Zu der Aufzeichnung seien zwischenzeitlich etwa 25 Hinweise eingegangen, sagte die Polizeisprecherin. Der Notruf ist im Internet weiterhin abrufbar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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