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Zwei Großeinsätze hatten die Rettungskräfte von Polizei und Bergwacht am Mittwoch am Watzmann.

Tödliche Bergdramen am Watzmann

Berchtesgaden - Gleich zwei großangelegte Bergeinsätze hatten die Einsatzkräfte am Mittwoch am Watzmann: Während Polizei und Bergwacht auf der Suche nach einem 71-Jährige waren, stürzte ein weiterer Wanderer ab - und starb.

Bereits am späten Dienstagabend meldeten Angehörige, dass ein 71-jähriger Einheimischer von einer Bergtour auf den sog. Kleinen Watzmann (2.307 Meter) nicht zurückgekehrt war. Der Senior war in den Morgenstunden bei bestem Bergwetter alleine zu der Tour aufgebrochen. Noch während der Nacht starteten die Bergwachtbereitschaften Ramsau und Berchtesgaden mit etwa 30 Kräften die Suchaktion, unterstützt durch einen österreichischen Polizeihubschrauber.

Obwohl am frühen Mittwochmorgen die Einsatzkräfte durch 14 Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei, sowie zwei Hubschrauber von Polizei und Bundeswehr verstärkt wurden, konnten die Helfer den Vermissten im weitläufigen hochalpinen Suchbereich zunächst nicht entdecken. Lediglich einen Eintrag des 71-Jährigen in das Wandbuch eines selten begangenen Steiges auf der dem Königssee zugewandten Bergseite stellten die Suchkräfte fest. Auch die Absuche von einem Polizeiboot von der Seefläche aus brachte keine neuen Erkenntnisse. Doch am Abend machten die Einsatzkräfte aus der Luft schließlich die traurige Entdeckung. Sie fanden die Leiche des 71-Jährigen.

Bilder: Tödliche Bergdrama am Watzmann

Während des laufenden Einsatzes ging gegen Mittag erneut ein Notruf ein. Ein Alpinist teilte über Handy mit, dass es soeben zu einem Bergunfall im Bereich der Watzmann-Südspitze (2.712 Meter) gekommen war. Ein Bergsteiger war beim Abstieg Richtung Windbachtal abgestürzt. Per Hubschrauber wurden Bergwachtmänner, ein Notarzt und ein Polizeibergführer zur Unfallstelle geflogen. Es konnte jedoch nur noch der Tod des Verunglückten festgestellt werden.

Der 44-jährige Bergsteiger aus Baden-Württemberg befand sich mit seiner Begleiterin nach der sogenannten Watzmann-Überschreitung auf dem Abstieg. Etwa 100 Meter unterhalb der Südspitze dürfte er gestolpert sein. Er stürzte etwa 30 Meter über Steilgelände ab. Der Leichnam wurde von Bergwachtmännern geborgen und mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht. Die geschockte, ansonsten unverletzte 51-jährige Begleiterin wurde ebenfalls vom Berg geflogen. Ein Polizeibergführer übernahm die Unfallaufnahme. Nach ersten Erkenntnissen ist ein Fremdverschulden nicht erkennbar.

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