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Bei einer Bombenentschärfung: Der Sprengmeister hält den Zünder in der Hand.

60 Tonnen Weltkriegsmunition entschärft

München - Experten haben im vergangenen Jahr in Bayern mehr als 60 Tonnen Bombenblindgänger und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und unschädlich gemacht. Wo sie am häufigsten fündig wurden.

Die alten Waffen stellten auch mehr als sechzig Jahre nach dem Ende des Krieges noch eine Gefahr dar, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes waren 2011 rund tausend Mal im Einsatz. Dabei entschäften sie allein 214 Spreng- und Splitterbomben mit insgesamt fast sieben Tonnen Explosivstoff. Wie viele unentdeckte Blindgänger noch im Freistaat liegen, sei unklar. Es sei aber davon auszugehen, dass es noch zahlreiche solcher Altlasten gebe.

Die zweite Zerstörung Münchens: Bausünden nach dem 2. Weltkrieg

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„Die Blindgänger werden gehäuft dort gefunden, wo entsprechend massive Bombardierungen stattgefunden haben“, sagte Herrmann. Dazu zählten die Städte und militärisch genutzte Flächen oder Gelände um im Krieg wichtige Gebäude. Hier sei bei Bodenarbeiten und Bauarbeiten besondere Aufmerksamkeit nötig. Wer Bomben oder Granaten entdeckt, muss sie sofort der Polizei melden. Herrmann warnte eindringlich davor, Bomben oder alte Munition als Sammlerstück mit nach Hause zu nehmen. Der Freistaat stellt für seinen Kampfmittelbeseitigungsdienst jährlich rund 700 000 Euro zur Verfügung.

dpa

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