Tote Schülerin: Anklage fordert 14 Jahre Haft

Coburg - Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Schülerin hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag eine Haftstrafe von 14 Jahren für den Angeklagten wegen Totschlags gefordert.

Die Anklage verlangte für den 21-Jährigen eine Bestrafung nach dem Erwachsenstrafrecht. Dagegen plädierte die Verteidigung auf eine Verurteilung nach Jugendstrafrecht und sah eine Haftstrafe von neun Jahren als angemessen an. Das Urteil soll am 15. März fallen.

Der Angeklagte fühlte sich gedemütigt

Der Angeklagte hatte im Verlauf des Prozesses vor dem Coburger Landgericht gestanden, die 16-Jährige aus Wut über Demütigungen erschlagen zu haben. Zwar hatte er schon zu Prozessauftakt im Januar gestanden, die junge Frau mit Hammerschlägen und Messerstichen in seiner Wohnung im Streit umgebracht zu haben. Doch das Motiv war zunächst zweifelhaft. Am vergangenen Montag ließ der Angeklagte seinen Anwalt vor Gericht verlesen, dass Demütigungen nach missglücktem Sex der Auslöser waren.

Das Opfer galt im April 2011 zunächst als vermisst. Erst als alle Spuren zum Angeklagten führten, gestand der 21-Jährige, dass er die Leiche in einem Waldstück versteckt hatte. Der junge Mann und das Opfer hatten sich erst wenige Stunden vor der Tat über das Internet-Netzwerk Facebook kennengelernt.

dpa

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