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Das Auto wurde in der Mitte auseinandergerissen als ein Wagen in die Beifahrerseite raste. Fünf Menschen starben.

13 Tote: Ein schwarzer Samstag in Bayern

Donauwörth/Deining - Sie planten riskante Überholmanöver, wollten Tieren ausweichen oder kamen grundlos auf die Gegenfahrbahn: Wegen menschlicher Fahrfehler sind am Samstag 13 Menschen in Bayern ums Leben gekommen.

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Es war einfach zu knapp: In letzter Sekunde zog der 20-jährige Autofahrer nahe Donauwörth (Landkreis Donau-Ries) nach dem Überholen wieder auf seine Spur. Einem entgegenkommenden Auto konnte er zwar gerade noch ausweichen – doch dann geriet sein Wagen außer Kontrolle. Er schleuderte über die Fahrbahn auf die Gegenspur. Ein anderes Auto konnte nicht mehr bremsen: Es krachte mit voller Wucht in die Beifahrerseite des Autos. Der Wagen des 20-Jährigen aus dem Kreis Donau-Ries wurde in der Mitte auseinandergerissen. Mit ihm im Auto waren seine 53-jährige Mutter und seine 18-jährige Freundin, im entgegenkommenden Wagen saß ein älteres Ehepaar (74 und 69 Jahre) aus dem Landkreis Weißenburg. Alle fünf Menschen waren auf der Stelle tot.

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Eine ganze Wagenkolonne hatte der 20-Jährige an diesem Samstagmittag überholt. An dieser Stelle der B 2 erstreckt sich eine langgezogene Kurve, ein Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde wird kurz davor aufgehoben. „Das Auto des 20-Jährigen war aber sicherlich mit einer höheren Geschwindigkeit unterwegs – wegen des Überholvorgangs“, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Fahrer des entgegenkommenden Autos habe „keine Chance mehr gehabt, zu reagieren“. Nun wird ein Gutachter untersuchen, wie schnell die Autos unterwegs waren und ob ein Fahrer alkoholisiert war.

Schon Samstagmorgen war ein Autofahrer bei Waldkraiburg (Kreis Mühldorf am Inn) wegen eines Überholmanövers gestorben.

Tödlich endete auch der Ausflug eines Motorradfahrers am Samstagmittag in Bad Heilbrunn (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Der 45-Jährige aus Bad Wiessee (Kreis Miesbach) verlor auf der B 11 die Kontrolle über seine Kawasaki. Er stürzte, geriet auf die Gegenfahrbahn und wurde dort von einem Auto erfasst. Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Auslöser war wohl ein Fahrfehler gewesen: Der Mann hatte seinen Führerschein erst vor Kurzem bestanden. Der Begleiter des Bad Wiesseers und dessen Sohn mussten den Unfall mitansehen, sie erlitten einen Schock.

In der Nähe von Auerbach (Kreis Deggendorf) sind zwei Autos frontal aneinander geprallt, weil eines auf der Gegenfahrbahn fuhr. Der Autofahrer, der auf der richtigen Spur gefahren war, starb noch an der Unfallstelle. Eine Mitfahrerin erlag später ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Drei weitere Insassen wurden schwer verletzt. Auch der Unfallverursacher wurde verletzt. Warum er auf die Gegenfahrbahn gekommen war, ist völlig unklar. Weil sie einem Tier ausweichen wollte, geriet eine 31-jährige Autofahrerin am späten Samstagabend bei Schondorf am Ammersee (Landkreis Landsberg am Lech) auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit einem Motorradfahrer zusammen. Der 19-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Die Frau erlitt einen Schock.

Zwei junge Motorradfahrer (17 und 20 Jahre) sind bei Deining (Kreis Neumarkt) in der Nacht zum Samstag aufeinandergeprallt und sofort gestorben. Die beiden waren frontal aufeinander zugefahren und zusammengestoßen. Warum, ist völlig unklar. Beide starben sofort. Eine Mitfahrerin wurde schwer verletzt.

In Augsburg ist eine 85 Jahre alte Fußgängerin am Samstagabend von einem Auto erfasst worden, als sie gerade die Straße überqueren wollte. Sie wurde durch die Luft geschleudert und starb noch an der Unfallstelle.

lby/mm

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