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Die Obduktion des toten Ehepaares hat Anzeichen auf ein Verbrechen ergeben.

Landwirt und seine Frau getötet

Mörder wirft Ehepaar in Güllegrube

Penzing - Es ist eine Tat, die die Menschen in Penzing (Kreis Landsberg) sprachlos macht vor Entsetzen: Mitten im Ort wurde ein Landwirts-Ehepaar getötet. Danach warf der Mörder den 70-jährigen Bauern Martin W. und seine 53-jährige Frau Irmgard in die Odelgrube.

Der Schwiegersohn entdeckte die Leichen. Am Vormittag hatte dieser bemerkt, dass die Kühe nicht versorgt worden waren und daraufhin seine Schwiegereltern als vermisst gemeldet. Als er selbst auf den Hof nach ihnen suchte, warf er einen Blick in die Odelgrube – und sah plötzlich eine Hand.

Die Polizei hielt sich am Montag zunächst bedeckt. Man ermittle in alle Richtungen, hieß es. Doch nach der Obduktion der Leichen war klar, dass das Ehepaar einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Angeblich gibt es bereits einen Tatverdächtigen – es soll sich dabei um Alexander W. handeln, den Sohn, der mit seinen Eltern auf dem Hof lebte. Er sei in Polizeigewahrsam, hieß es weiter.

Martin W. und seine Frau Irmgard sind alteingesessene Penzinger. Zwar hatte vor ein paar Jahren Sohn Alexander den Betrieb auf dem Hof übernommen, doch Martin W. und seine Frau arbeiteten im größten Milchviehbetrieb der Gemeinde – die Familie besaß rund 70 Milchkühe – noch kräftig mit.

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Der Güllegruben-Mord

Altbürgermeister Ottmar Mayr, der 18 Jahre lang die Geschickte der 3700-Seelen-Gemeinde leitete, war gestern völlig konsterniert, als er hörte, dass seine Nachbarn ermordet wurden. „Der Martin und ich sind ein Jahrgang, wir lebten jetzt 43 Jahre in guter Nachbarschaft. Mir fehlen die Worte. Der Martin lebte nur für seinen Hof. Zeit für Urlaub oder Hobbys hatte er nicht. Er war halt immer für seine Tiere da.“
Als die Feuerwehr beim Nachbaranwesen vorfuhr, dachte Mayr, dass vielleicht ein Tier in die Odelgrube gefallen sei. „Aber dann“, sagt er, „sah ich die Gesichter der Feuerwehrleute…“ Die Männer mussten die Leichen aus der Grube bergen.

Das Bauernhaus liegt rund 70 bis 80 Meter von der Odelgrube entfernt – später entdeckte die Polizei eine Blutspur, die beide Orte verbindet. Angeblich war der Zugang zur drei bis vier Meter tiefen Odelgrube – eine etwa 80 auf 80 Zentimeter große Öffnung – verschlossen, als der Mann von Tochter Susanne die Schwiegereltern suchte. Was hat sich auf dem Hof zugetragen? Hatte Alexander mit den Eltern Streit? Streit, der in einem Gewaltexzess eskalierte?

Die Nachbarn können sich an keine besonderen Vorkommnisse erinnern – und dass es zwischen dem Hoferben und dem Altbauern mal zu Unstimmigkeiten kommt, „das ist doch normal“, so Altbürgermeister Mayr.

Waren Martin K. und seine Frau Irmgard mit dem Lebensstil des Sohnes nicht einverstanden? Der Jungbauer, der Anfang 30 ist, hatte eine Freundin und ein Kind, die nicht auf dem Hof lebten.

Die Kripo Fürstenfeldbruck und die Staatsanwaltschaft Augsburg haben die Ermittlungen übernommen. Gestern wollte man zu der Gewalttat keine weiteren Einzelheiten mehr bekanntgeben. Altbürgermeister Mayr wollte gestern nicht spekulieren. Er meinte dazu nur: „Ich hab’ ein ganz furchtbares Gefühl.“

wdp

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