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Touristen stehen auf der Marienbrücke bei Hohenschwangau (Bayern) vor dem Schloss Neuschwanstein und posieren für ein Erinnerungsfoto.

Zahl der Gäste auf 6,4 Millionen gestiegen

Tourismus: Diese Regionen Bayerns sind besonders beliebt

München - Der Tourismus in Bayern boomt. Auch das erste Quartal des aktuellen Jahres ist da keine Ausnahme. Experten rechnen mit hervorragenden Zahlen. Zwei bayerische Regionen sind dabei besonders beliebt.

Die Tourismus-Branche in Bayern blickt zuversichtlich auf die bevorstehende Hauptreisezeit. Allein im ersten Quartal 2015 ist die Zahl der Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,0 Prozent auf 6,4 Millionen gestiegen. Das teilte das Landesamt für Statistik mit. Demnach stieg die Zahl der Übernachtungen um 4,3 Prozent auf 16,6 Millionen. „Die Zahlen lassen auf ein hervorragendes Jahr 2015 hoffen“, sagte Jens Huwald, Geschäftsführer der Bayern Tourismus Marketing GmbH, der Deutschen Presse-Agentur. Ein konkreter Trend für das aktuelle Jahr lasse sich nach drei Monaten jedoch noch nicht ableiten.

Auch Ulrich Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), sieht Bayern als „Tourismusland Nummer 1“ in Deutschland. Er verwies aber auf regionale Unterschiede: „Die Zuwächse sind nicht gleichmäßig verteilt.“ Dieses Ungleichgewicht gelte es zu kompensieren. Dem Statistischen Landesamt zufolge stieg in Ober- und Mittelfranken in den ersten drei Monaten 2015 die Zahl der Gäste und die der Übernachtungen am geringsten an. Die größten Zuwächse gab es in Schwaben und Oberbayern.

Besonders beliebt ist der Freistaat als Reiseland bei den Einheimischen selbst: Ein Drittel der Urlauber kommt aus Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, wie Huwald und Brandl sagen. Bei den Gästen aus dem Ausland liegen die USA vor den Niederlanden und Österreich. Huwald verwies zudem auf die Studie „Urlaubsreisetrends 2025“ der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, derzufolge die Relevanz Deutschlands - und damit Bayerns - als Urlaubsreiseziel der Deutschen in den nächsten zehn Jahren weiter zunehmen wird.

Einen der Gründe für die steigende Zahl an Urlaubern in Bayern sehen die Experten in der Vielfalt des Angebotes. „Bayern hat bis auf einen Zugang zum Mittelmeer all das, was sich Urlauber erträumen“, sagte Dehoga-Chef Brandl und führte Bayerns „grandiose Natur, gelebte Kultur, unverkrampften Umgang mit Brauchtum und kulinarische Spezialitäten“ an. Die Kulturlandschaft im Freistaat kenne „bis in den letzten Winkel hinein nur „huis“ und keine „pfuis““. Einen besonderen Trend in diesem Jahr sieht er im Thema Spiritualität. „Immer mehr Gäste suchen Ruhe abseits des Alltagsstresses.“ Hier böte sich gerade der ländliche Raum an - abseits der Tourismuszentren.

Das „typisch bayerische Lebensgefühl“ will auch die Bayern Tourismus Marketing GmbH den Besuchern vermitteln. Zudem setzt sie in diesem Jahr besonders auf das aristokratische Erbe mit kultur-historischen Ausflugszielen wie Schlösser, Burgen und Parkanlagen und auf historische Festspiele oder traditionelle Handwerkskunst. Auch Filmdrehorte seien bei Urlaubern zunehmend beliebte Ziele.

Einen positiven Effekt könnte der G7-Gipfel in Elmau (7./8. Juni) haben, sagen die Tourismus-Experten. Bayern sei bekannt für seine Gastfreundschaft und könnte hier auch bei den internationalen Staatsgästen punkten, sagte Huwald. Eine erfolgreiche Durchführung des Gipfels wäre „eine Empfehlung für den Tourismusstandort Bayern“. Brandl würde sich vor allem freuen, wenn „die bayerische Postkartenidylle und gelebte Herzlichkeit“ dazu beitrügen, politisch schwierige Situationen zu entkrampfen. „Wenn dann noch neben den politischen Themen

Hintergrundbeiträge über den Tagungsort mit Bildern aus allen Teilen unseres Freistaates um die Welt gehen, wird dies dem Ansehen Bayerns nutzen.“

dpa

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