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Teilnehmer beim "Wolfauslassen" läuten am mit großen Kuhglocken.

Traditionelles "Wolfauslassen" mit Hunderten Kuhglocken

Rinchnach - Mit einem ohrenbetäubenden Lärm ist am Dienstagabend in Rinchnach (Landkreis Regen) das traditionelle "Wolfauslassen" eingeläutet worden.

Bis zu 4000 Menschen hätten das Spektakel verfolgt, bei dem bis zu 500 junge Burschen mit ihren Kuhglocken in die Dörfer zogen, sagte der Leiter der Touristik-Information, Reinhold Ertl. Gefeiert wird das „Wolfauslassen“ bis zum frühen Mittwochmorgen. Um 06.00 Uhr beendet traditionell das Tagläuten der Glocken das nächtliche Treiben.

Der Ursprung liegt im 18. Jahrhundert, als die Hirten nach dem Sommer das Vieh wieder zurück in die dörflichen Ställe brachten. „Die Hirten hängten sich die Glocken der Kühe um und zeigten so ihre Freude über ein gelungenes Jahr“, erläuterte Ertl. Mit dem Lärm wurden den Wölfen und Bären signalisiert, dass sie nun wieder aus den Wäldern auf die Weiden kommen durften - daher „Wolfauslassen“. Gleichzeitig hielt der Lärm die wilden Tiere aus dem Dorf. „Einen heidnischen Hintergrund, dass mit dem Geläut auch wilde Geister und Dämonen vertrieben werden sollen, ist allerdings dazugedichtet und nur ein Mythos“, betonte Ertl.

Das Ende der Sommerweiden bedeutete für die Hirten aber auch eine „Freinacht“, in der ihnen kein Wunsch abgeschlagen wurde. Die Glocken wiegen heutzutage bis zu 50 Kilogramm.

Informationen auf der Homepage

dpa

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