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Die beiden Freundinnen starben bei dem Horror-Unfall: Ramona D. (15) und Melanie R. (21).

Melanie R. und Ramona D.

Horror-Unfall in Rosenheim: Trauer um Todesopfer (15 und 21)

Rosenheim - Drei junge Mädchen sind am Sonntagabend mit dem Auto in Rosenheim unterwegs. Plötzlich kommt ihnen ein Wagen frontal entgegen. Zwei der Mädchen sterben, die dritte wird schwer verletzt. Der Unfall ist so tragisch, dass auch die Rettungskräfte nach dem Einsatz Hilfe brauchen.

Es ist ein Bild des Grauens, das sich den Rettungskräften bietet, die als erstes an der Unfallstelle eintreffen. Zwei völlig zerstörte Autos, fünf schwer verletzte junge Menschen. Einsätze wie diese sind auch für erfahrene Retter keine Routine. „Das hat uns sehr stark gefordert“, sagt der Rosenheimer Stadtbrandrat Hans Meyrl am Tag nach dem tragischen Unfall.

Noch ist nicht genau geklärt, was am Sonntagabend um kurz nach 21 Uhr auf der Miesbacher Straße in Rosenheim passiert ist. Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe eingesetzt, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Alles deutet bisher darauf hin, dass ein 23-Jähriger aus Ulm mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem Nissan Micra zusammengeprallt war. In dem diesem Wagen saßen drei junge Frauen – am Steuer Melanie R. Die 21-Jährige hatte wohl keine Chance, noch auszuweichen. Sie wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass die Rettungskräfte sie nicht mehr reanimieren konnten. Melanie R. starb an der Unfallstelle.

Fotos vom schweren Unfall in Rosenheim

Auf dem Beifahrersitz saß ihre 19-jährige Freundin Magdalena D., auf der Rückbank deren 15-jährige Schwester Ramona. Auch die beiden Mädchen wurden schwer verletzt. Ramona wurde ebenfalls reanimiert und mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Auch ihr konnten die Ärzte nicht mehr helfen – sie starb wenige Stunden später. Ihre ältere Schwester Magdalena schwebte ebenfalls in Lebensgefahr. Gestern hatte sich ihr Zustand stabilisiert, wie die Polizei berichtet.

Auch der Unfallverursacher und seine 40-jährige Beifahrerin aus Österreich wurden schwer verletzt und mussten aus dem Wrack geschnitten werden. Die Bergung der Opfer und die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle dauerten bis weit nach Mitternacht. Für die Rettungskräfte war die Nacht danach noch lange nicht zu Ende. Sie versuchten mit Hilfe der psychosozialen Notfallvorsorge, den schweren Unfall zu verarbeiten. Sie beteten für die Verunglückten gemeinsam ein Vaterunser.

In Samerberg, der Heimatgemeinde der drei Mädchen, verbreitete sich die Nachricht von dem tragischen Unfall gestern rasend schnell. „Wir stehen hier alle unter Schock“, sagte Bürgermeister Georg Huber. Niemand könne richtig begreifen, was passiert sei.

Die Miesbacher Straße in Rosenheim ist eine kleinere Umgehungsstraße am Stadtrand. Laut Polizei ist sie nicht als Unfallschwerpunkt bekannt. Zudem seien die Scheinwerfer eines entgegenkommenden Autos dort bei Dunkelheit in der Regel gut und einige Zeit im Voraus zu sehen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun mit Hilfe von Sachverständigen, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Offenbar hatte der 23-Jährige kurz zuvor noch zwei Autos überholt.

Norbert Kotter

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