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Trauerfeier um Landrat Heinz Wölfl in Regen.

Trauer um Wölfl: "Selbst den Tod gesucht"

Regen - Regen trauert um seinen Landrat. Vieles deutet daraufhin, dass es kein Unfall war, bei dem Heinz Wölfl tödlich verunglückt ist.

Fünf Tage nach dem Tod des Regener Landrats Heinz Wölfl (CSU) haben am Montag in der Regener Stadtpfarrkirche Familie, Freunde und politische Wegbegleiter Abschied von dem langjährigen Kommunalpolitiker genommen. Der 58-Jährige war in der Nacht zum vergangenen Mittwoch mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er starb noch an der Unfallstelle. Wölfl hatte den Landkreis Regen seit 1994 geführt und war zuvor Bürgermeister der niederbayerischen Kreisstadt Regen. Er war über die Parteigrenzen anerkannt und beliebt.

An der Trauerfeier nahm für die Staatsregierung Agrarminister Helmut Brunner (CSU) teil, der auch ein persönlicher Freund Wölfls gewesen ist. Auch die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt und der langjährige Niederbayern-Chef der CSU, Erwin Huber, waren in die Regener Stadtpfarrkirche gekommen.

Bereits seit Tagen war in Medien spekuliert worden, ob Wölfl sich möglicherweise absichtlich in den Tod gefahren habe. Die Leitende Deggendorfer Oberstaatsanwältin Kunigunde Schwaiberger teilte dazu am Montag mit: “Die Umfeldermittlungen deuten auf einen Suizid von Heinz Wölfl hin.“ Es gebe keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Fremdbeteiligung, ebenso wenig auf einen technischen Defekt an dem Unfallfahrzeug. Weitere Angaben machte Schwaiberger nicht.

Nach einem Bericht der “Passauer Neuen Presse“ (PNP) untermauerten die Traueransprachen der Geistlichen die Suizid-Vermutung am Montag. “Sein Lebenswerk verdient Respekt, daran ändert auch der Suizid nichts“, zitiert die PNP den Pfarrer. Die Trauer sei überschattet von den Umständen seines Todes, “da er selbst den Tod gesucht hat“. Wie die Zeitung berichtet, gab auch die Familie gegenüber der “Passauer Neuen Presse“ eine persönliche Erklärung ab, die ebenfalls den Schluss zulasse, dass sich der Politiker selbst das Leben genommen hat.

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