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Alle lieben Käsekuchen: Dafür werben auch Quirin (9) und Hannah (7).

Traum aus Quark und Schmand

Weilheim/München - Käsekuchen – ein Traum. Und zwar in 90 Varianten. Bäuerinnen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau haben die besten Rezepte zusammengetragen und zu einem köstlichen Buch zusammengerührt. Ein Buch, das nicht nur beim Backen hilft.

Ob mit Frischkäse oder Schmand, mit Ananas oder Zwetschgen, mit Mohn oder Nüssen: Käsekuchen gibt es in so vielen Variationen, dass einem schon beim Aufsagen das Wasser im Mund zusammenläuft. Wer aber erst einmal im gut 100-seitigen Buch der Landfrauen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau blättert, kann bestätigen, was der Titel verheißt: „Alle lieben Käsekuchen“.

Antriebsfeder für das spezielle Backbuch war Kreisbäuerin Silvia Schlögel aus Ramsau, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, das Image der Milch und ihrer Produkte zu stärken, wo es eben geht. Im März wurde ein Aufruf im Landkreis gestartet, alle backfreudigen Bäuerinnen sollten ihr bestes Käsekuchen-Rezept einschicken. „Wir haben über 160 Einsendungen bekommen“, freut sich Schlögel. Daraus wurden die besten ausgewählt, die auch noch einmal alle nachgebacken wurden. Rund 70 landeten schließlich im Buch, weitere wurden ergänzt. „Zum Beispiel fehlte ein Käsekuchen für Weihnachten. Da haben wir einen weihnachtlichen Käsekuchen geschaffen“, verrät die Bäuerin. Mit Nüssen, Zimt und Nelken, mit Preißelbeeren und ausgestochenen Platzerln.

Die erste Auflage des Käsekuchen-Buches liegt bei 3000 Exemplaren. Für 7,50 Euro ist es in den Geschäftsstellen des „Münchner Merkur“ erhältlich. Wer das Buch dort erwirbt, hat nicht nur eine stattliche Sammlung von köstlichen Rezepten erstanden, er leistet damit auch eine gute tat: Zwei Euro vom Verkauf eines jeden Buches fließen in die Dorfhelferinnen-Arbeit. Schon am ersten Wochenende gingen 800 Stück weg.

Und welcher ist nun der Lieblingskuchen der Kreisbäuerin? „Der Kirsch-Schmandkuchen ist mein Favorit. Er ist so erfrischend mit dem Sauerrahm“, sagt die 42-Jährige und weißt noch auf eine Besonderheit bei den Rezepten hin: „Es wurde ganz und gar auf künstliche Aromen verzichtet.“ Am Ende erklären die Bäuerinnen denn auch, wie man selber Vanille-, Zimt- oder Zitronenzucker herstellen kann. Natürlich, davon sind sie überzeugt, schmeckt es nun einmal am besten.

Claudia Möllers

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