Live-Ticker: Petry sorgt für Eklat auf AfD-Pressekonferenz

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Herrliches Herbstwetter sagen die Experten fürs Wochenende voraus. Zeit, in den Bergen zu entspannen. Auf den Straßen sorgt das aber häufig für mehr Frust als Lust: Der Ausflugsverkehr sorgt für viele Staus. 

Traumhaftes Herbstwetter 

Lieber aufs Radl statt ins Auto

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München - Auf den Straßen wird es eng: Am Wochenende lockt das schöne Herbstwetter viele Ausflügler in Richtung Österreich, Staus wegen der Grenzkontrollen sind programmiert. Doch das hält die Ausflügler nicht ab.

Update vom 2. Oktober 2015: Am Samstag jährt sich die Wiedervereinigung zum 25. Mal. Deswegen haben wir 25 Fakten zum Tag der Deutschen Einheit für Sie, die Sie noch nicht kannten.

Jetzt legt sich der Herbst richtig ins Zeug. Die Wettervorhersage verspricht fürs Wochenende blauen Himmel, strahlenden Sonnenschein und Temperaturen bis zu 21 Grad. Ein Traumwetter für jeden Ausflügler: Sie fahren dann gern zum Wandern in die bayerisch-österreichische Grenzregion. Doch auf den dortigen Straßen hakt es momentan gewaltig – die Polizeikontrollen an den Grenzübergängen nach Bayern sorgen täglich für mehrere Kilometer lange Rückstaus. Bleiben die Leute deshalb lieber gleich daheim?

Die grenznahen Tourismusverbände in Österreich spüren zumindest keine negativen Auswirkungen bei den Besucherzahlen. „Wir verzeichnen keine messbaren Veränderungen, weil die Urlaube bei uns meist schon langfristig geplant sind“, sagt etwa Bert Brugger, Geschäftsführer des Salzburger Tourismusverbands. Das Infotelefon klingle zur Zeit aber häufiger: Etwa zehn Mal täglich, sagt Brugger, erkundigen sich Urlauber über die aktuelle Verkehrssituation rund um Salzburg. Seine Mitarbeiter würden dann häufig empfehlen, bei der Heimreise von der A 8 auf die Nebenstraßen auszuweichen – „weil an den dortigen Grenzübergängen seltener kontrolliert wird“. Dass die Polizei schwerpunktmäßig die Autobahnen im Blick hat, bestätigen die Tourismusverbände vom Achensee und in Ehrwald. Ihre Regionen seien deshalb über die B 307 beziehungsweise B 23 weiter gut erreichbar.

Auf der anderen Seite der Grenze, in Oberbayern, machen sich die Kontrollen deutlicher bemerkbar. In Kiefersfelden zum Beispiel, da hat der Verkehr deutlich zugenommen, sagt Werner Schroller, Chef der Kaiser-Reich Touristinfo. Aber nicht, weil nun mehr Menschen den Ort besuchen, sondern weil sie die Grenzkontrollen umfahren. „Der klassische Ausweichverkehr hat deutlich zugenommen.“ Zudem würden den Einzelhändlern die Kunden aus dem Raum Kufstein abgehen. „Das Ausreisen nach Österreich ist nicht das Problem“, so Schroller, „sondern die Einreise zu uns nach Bayern.“ Viele Österreicher würden deshalb Zuhause bleiben.

Das Umfahren der Grenzkontrollen über Bundes- und Landstraßen ist nicht immer die richtige Entscheidung, warnt der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC). Auch die Ausweichrouten könnten am Wochenende wegen der vielen Ausflügler schnell überlastet sein, sagt Sprecher Andreas Hölzel. Sinnvoll sei, sich kurzfristig im Verkehrsfunk über die jeweilige Situation zu informieren. Fest steht: „Für die Rückreise nach Bayern muss man unbedingt mehr Zeit einplanen. Egal, welche Route man wählt.“ Schon am vergangenen Wochenende habe die Wartezeit am Grenzübergang Salzburg teilweise drei Stunden betragen – eine Horrorvorstellung für jeden Autofahrer, die die Freude am Ausflug schnell verblassen lässt.

Der ADAC prognostiziert besonders auf der A 8 von Salzburg in Richtung München, der A 93 zwischen Kufstein und Rosenheim sowie der A 3 bei Passau größere Behinderungen. „Das Gute ist aber, dass wir mit keinen Staus wie im Sommerreiseverkehr in den Ferien rechnen“, sagt Hölzel. Noch etwas gebe Grund zur Hoffnung: Am Samstag, dem Tag der Deutschen Einheit, herrscht für Lkw über 7,5 Tonnen zwischen Mitternacht und 22 Uhr Fahrverbot. Das werde die Straßen spürbar entlasten.

Ein Nadelöhr auf den Schnellstraßen sind erfahrungsgemäß die Baustellen. Die Autobahndirektion Südbayern versucht, ihre Arbeiten deswegen nach Möglichkeit auf die Werktage zu legen, sagt Sprecher Josef Seebacher. Behinderungen gibt’s dennoch, unter anderem auf der A 8 kurz nach dem Kreuz München-Süd sowie auf der Garmischer A 95 vor dem Autobahnende bei Eschenlohe.

Was also tun? „Aufs Radl steigen statt ins Auto“, sagt der Kiefersfeldens Tourist-Chef Schroller. „Da kann man die Sonne wirklich genießen.“

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