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Die kleine Biwak-Hütte an einem Sonnentag. 

Davon mehrere Tage ohne Essen

Wetter-App soll schuld sein: Chiemgauer neun Tage in dieser Mini-Hütte gefangen 

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Eine unglaubliche Geschichte aus den Ostalpen: Ein Traunreuter musste mehrere Tage ohne Essen in einer Biwak-Hütte ausharren. 

Traunreut/Lofer- Neun Tage harrte ein Traunreuter in einer Biwak-Hütte aus, davon sechs ohne Essen: Der 44-Jährige musste nach einer Schneeschuhwanderung in den Loferer Steinbergen (Bundesland Salzburg) um sein Überleben bangen. 

Wie chiemgau24.de* berichtet, war der Chiemgauer am Montag, den 15. Januar, mit Schneeschuhe zur „Prax-Biwakhütte“ auf 1800 Metern Höhe aufgestiegen. Dort wollte er eine Nacht verbringen - es wurde aber mehr als eine Woche!

Passend dazu: Die sechs häufigsten Berglügen - „I kenn mi do aus!“

Als er absteigen wollte, herrschte ein massiver Schneesturm, er verschob die Wanderung zurück ins Tal. Danach wurde die Lawinengefahr immer größer. Am 23. Januar, nach sechs Tagen ohne Essen, entschied er sich endlich dazu, einen Notruf abzusetzen. Ein Polizeihubschrauber flog zu ihm, er wurde gerettet. 

“Total falsches Wetter“ angezeigt

Die Schuld schob der 44-Jährige anschließend auf seine Wetter-App, diese habe ihn ein „total falsches Wetter“ angezeigt. Wie die Landespolizeidirektion in Salzburg auf Anfrage von chiemgau24.de bestätigte, blieb der Mann immerhin unverletzt.

Der Polizei wurde der Mann zuvor nicht als vermisst gemeldet. Sie geht davon aus, dass er über sein Handy Kontakt zu seinen Angehörigen hielt und sie über seinen Aufenthaltsort informierte, so dass sie nicht die Polizei alarmierten.  

mag

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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