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Die Biwak-Hütte an einem Sonnentag: Hier verbrachte ein Traunreuter ganze neun Tage.

In den Tiroler Alpen

Neun Tage in Biwak gefangen: Jetzt spricht der Traunreuter Wanderer

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Ganze neun Tage hat ein Schneeschuh-Wanderer in einer kleinen Biwak-Hütte in den Tiroler Alpen ausgeharrt. Nun hat der Traunreuter über seinen ungeplanten Aufenthalt in den Bergen gesprochen.

Traunreut/Lofer - Neun Tage verharrte ein Wanderer in einer Biwak-Hütte in den Loferer Steinbergen. Den Abstieg wagte er aufgrund von Schneefall und der zunehmenden Lawinengefahr nicht. Erst nach mehr als einer Woche alarmierte er die Bergrettung, die einen Hubschrauber schickte. 

Mit den Salzburger Nachrichten hat der 44-Jährige nun über seinen ungeplanten Aufenthalt in den Tiroler Alpen gesprochen. Nach seiner Ankunft am Prax Biwak hätten sich die Wetterverhältnisse demnach stetig verschlechtert. Bei mindestens zwei Metern Schnee habe der Wanderer jeden Tag den Eingang zur Hütte freischaufeln müssen.

Wenigstens für schmackhaften Proviant war im Biwak gesorgt. „Auf der Hütte gab es eine Tafel Schokolade und Obstler zum Trinken. Ich selbst hatte zwei Packungen Nudeln, Schokolade, etwas Brot und Käse mit“, so der 44-Jährige. Doch bereits nach drei Tagen gingen die Vorräte zuneige.

Auch mit dem Brennholz musste der Traunreuter sorgsam umgehen. „Ich habe nur einmal am Tag Feuer gemacht, weil ich nicht wusste, wie lange ich noch bleiben muss“, beschreibt der Mann seinen ungeplanten Kurz-Urlaub in den Tiroler Alpen. Die Schuld für sein neuntägiges Berg-Exil hatte der Mann überraschend bei seiner Wetter-App gesucht.

Spurlos an dem Wanderer vorbeigegangen sind die einsamen Tage offenbar nicht. „In der Nacht hatte ich ein paar Mal Angst. Da war der Wind so stark, dass alles gewackelt hat. Ich habe mir gedacht, dass es die Vorderfront der Hütte wegreißt“, so der 44-Jährige.

Nachdem ihn der Hubschrauber schließlich nach neun Tagen befreit hatte, soll der Mann die aufreibenden Geschehnisse zunächst bei einer Wurstsemmel verarbeitet haben.

lks

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