Kurz vor Prozessbeginn

Angeklagter liegt tot in der Zelle

Traunstein - Er soll seine Lebensgefährtin in Traunstein getötet haben, in der kommenden Woche hätte er sich dafür vor Gericht verantworten müssen. Jetzt ist der 40-jährige Angeklagte tot.

"Ein des Totschlags an seiner ehemaligen Lebensgefährtin dringend Tatverdächtiger, hat sich in der Nacht zum Montag das Leben genommen", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Nachmittag mit.

Gegen den 40-Jährigen wäre dieser Tage die Gerichtsverhandlung am Landgericht Traunstein angelaufen.

Bei einem Rundgang am frühen Morgen entdeckten Justizvollzugsbeamte den 40-Jährigen tot in seiner Zelle. Sofort wurde mit Reanimationsmaßnahmen begonnen, die im weiteren Verlauf ein Notarzt fortführte. Jedoch war dem Mann, der sich in seiner Zelle erhängt hat, nicht mehr zu helfen. Drei weitere Zelleninsassen, die räumlich bedingt keinerlei Sicht auf den Bereich des 40-Jährigen hatten, dürften den Suizid nicht bemerkt haben.

Gegen den Mann wäre in dieser Woche der Prozess wegen Totschlags angelaufen. Der Vorwurf lautete, dass er seine 55-jährige ehemalige Lebensgefährtin am 12.12.2011 umgebracht haben soll. Damals hatten Verwandte der Frau die Polizei verständigt, weil die 55-Jährige nicht erreichbar war. Polizeibeamte fanden sie tot in ihrer Wohnung liegend. Kurze Zeit später war der 40-Jährige von Polizeibeamten festgenommen worden.

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