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Ein rasender Audi hielt in der Nacht auf Dienstag zahlreiche Polizeibeamte auf Trab.

Filmreife Autobahn-Action

Nach irrer Verfolgungsjagd: Insassen legen Polizeiautos mit Nagel-Attacke lahm

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Die Autobahn A8 ist die wichtigste Ost-West-Route in Bayern. Die Polizei veröffentlicht nun neue Details zu einer irren Verfolgungsjagd - und sucht Zeugen.

Update vom 13. März, 13.46 Uhr: Die Kriminalpolizei Traunstein veröffentlichte neue Details zu einer Verfolgungsjagd auf der A8. Demnach handelte es sich bei dem geflüchteten Wagen um einen schwarzen oder dunkelgrauen hochmotorisierten Audi S6 mit verdunkelten Scheiben. Ein solches Auto wurde am Wochenende vor der Tat im niederösterreichischen Hart bei St. Pölten vom Hof eines Autohauses gestohlen. Ob es sich bei dem Fluchtfahrzeug allerdings um den gestohlenen Audi handelt, lässt sich laut Polizei derzeit „noch nicht gesichert sagen“. 

Ausgerechnet von einem Polizeifahrzeug will ein Münchner Kennzeichen klauen. Möglicherweise hatte der 21-Jährige vor, selbst Polizist zu „spielen“.

Allerdings steht fest, dass die am Audi angebrachten Kennzeichen aus Österreich als gestohlen gemeldet wurden. Ereignet hat sich der Diebstahl zwischen Sonntag, 3. März, 14 Uhr, und Montag, 4. März, 13 Uhr, in Hörsching im Bezirk Linz-Land. Weiter ist bekannt, dass der Audi bei seiner Flucht gegen 0.35 Uhr auf der A10 in Richtung Villach im Bereich Salzburg in eine Geschwindigkeitsmessung fuhr. Doch in diesem Bereich „verloren die verfolgenden Einsatzkräfte das Fahrzeug aus den Augen“. 

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Den Ermittlern ist aufgrund von ausgewerteten Videoaufzeichnungen bekannt, dass der Audi im fraglichen Zeitraum die beiden Autobahntunnel Ofenau und Hiefler nicht durchfahren hat. Die Ermittler gehen daher derzeit davon, dass der Audi die A10 an einer der vier vorherigen Ausfahrten verlassen haben muss. Die Traunsteiner Ermittler gehen auch weiterhin davon, dass es einen Zusammenhang mit einem Einbruch in das Gerätehaus einer Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Traunstein gibt. 

Lesen Sie auch: Der Chef der Kreissparkasse in Tegernsee hat mit seinem BMW ebenfalls eine filmreife Verfolgungsjagd dargeboten. Ein Randalierer hatte die Filiale verwüstet. Der Chef stellte den Täter mit seinem BMW.

Zeugenaufruf der Polizei nach Verfolgungsjagd auf Autobahn

Wem ist am Mittwoch, 6. März, zwischen 0.30 Uhr und 1 Uhr auf der Salzburger Autobahn A10 zwischen dem Grenzübergang Walserberg und der Ausfahrt Golling ein dunkler Audi S6 aufgefallen? Bei der Auswertung des Radarfotos konnte festgestellt werden, dass sich an der heruntergeklappten Sonnenblende der Beifahrerseite ein so genanntes „Sunshild-Flash“, also ein LED-Blitzlicht, befindet. Wem ist ein Fahrzeug mit einem solchen Blitzlicht an der Sonnenblende aufgefallen? Wer kann der Polizei sonst sachdienliche Hinweise in dem Fall geben?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer 0049 (0)861/98730 zu melden. 

Jetzt gab ein VW-Fahrer bei einer Verkehrskontrolle in München plötzlich Gas: Er lieferte sich eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei, die sogar Autobahnzufahrten sperrte und einen Hubschrauber einsetzte.

mlu

Irre Verfolgungsjagd bei Tempo 250: Audi-Insassen legen mit Nagel-Attacke Polizeiautos lahm

Traunstein - Was für schwere Jungs diese Route nutzen, bekamen Polizisten aus dem Präsidiumsbereich Oberbayern Süd in der Nacht auf Dienstag am eigenen Leib zu spüren... Um 0.20 Uhr fiel einer Streife im Ortsbereich von Bergen (Kreis Traunstein) ein schwarzer, PS-starker Audi mit österreichischem Kennzeichen auf. Hinter den kolorierten Scheiben ließ sich nicht erkennen, wie viele Personen sich im Auto befanden. Der Fahrer sollte angehalten werden, „es sah zunächst danach aus, als ob er der Anweisung Folge leisten würde“, berichtete Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Doch plötzlich gab der Mann Gas – und wie.

Raser setzt bei Verfolgungsfahrt Krähenfüße ein: Diese landen so, dass eine Spitze nach oben zeigt.

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Verfolgungsjagd auf der A8: Raser legen drei Polizeiautos lahm

Der Audi jagte Richtung Norden zur Autobahn. Schon vor der A8 wurden aus dem Wagen sogenannte Krähenfüße geworfen, vierstachlige Wurfeisen, deren Spitzen sich in Reifen bohren. Dann ging es schon auf die A8, mehrere Streifen verfolgten den Audi, der zeitweise mit einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern Richtung Österreich raste. Währenddessen wurden immer wieder neue Krähenfüße auf die Fahrbahn geworfen, die ihren Zweck nicht verfehlten: die Polizeiautos zu stoppen. Bei drei Einsatzfahrzeugen gelang dies, sie fuhren sich einen Platten. 

Um 0.20 Uhr fiel einer Streife ein schwarzer, PS-starker Audi mit österreichischem Kennzeichen auf. Es folgte eine kilometerlange Verfolgungsjagd.

Dennoch blieben drei weitere Polizeiautos am Fluchtfahrzeug bis Hallein auf Salzburger Seite dran. Den Audi zu stoppen, gelang jedoch nicht. In Hallein übernahmen Kollegen aus Österreich, doch auch sie konnten die Wahnsinnsfahrt und die Audi-Insassen nicht aufhalten. Seither ist das Auto verschwunden.

Neben den drei Einsatzfahrzeugen hatten mindestens sechs weitere Wagen von anderen Autofahrern einen Platten. Noch in der Nacht wurde die Autobahn nach Krähenfüßen abgesucht, damit es nicht noch mehr kaputte Reifen gab. Daran beteiligten sich auch örtliche Feuerwehren. Das Kennzeichen des Audi war tags zuvor in Linz gestohlen worden. Was die Insassen vorhatten, darüber lässt sich nur spekulieren.

Wesentlich dramatischer ging im Februar eine Einsatzfahrt für eine junge Polizistin in Saarbrücken aus. Die 22-Jährige kam ums Leben, als ihr Dienstwagen einen verheerenden Unfall hatte. Eine junge Frau hat sich bei Bad Windsheim eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Dann fuhr die 26-Jährige sogar auf einen Polizisten los.

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mc

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Über 200 km/h: Illegales Rennen auf A8 führt zu schwerem Unfall

Ein 40-Jähriger bretterte mit 200 Sachen über Flughafentangente. Andere Autofahrer verständigen die Polizei. Die traut ihren Augen nicht - und reagiert drastisch.

Auf Höhe des Flughafen München hielt ein Raser die Polizei in Atem. Nach 120 Kilometern nahm die Verfolgungsjagd ein jähes Ende.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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