Mit Küchenmesser Ehefrau erstochen - Angeklagter gesteht

Traunstein - Eifersucht hat einen Mann in Rimsting nahe dem oberbayerischen Chiemsee zum Mörder seiner Frau werden lassen. Der 38-Jährige gestand die Tat am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Traunsteiner Schwurgericht.

Bei seiner Vernehmung durch den Vorsitzenden Richter Karl Niedermeier räumte er ein, auf seine Frau eingestochen zu haben, um sie zu töten. Die Staatsanwaltschaft hatte den Mann wegen Mordes aus niederen Beweggründen angeklagt.

Als Motiv gab der 38-Jährige Eifersucht an. An Details des Tatablaufes könne er sich allerdings nicht mehr erinnern, sagte er vor Gericht. Die Aussage des pakistanischen Staatsangehörigen wurde von einem Dolmetscher übersetzt.

Der zur Tatzeit 37-Jährige konnte nicht verkraften, dass sich seine Frau von ihm scheiden lassen wollte. Auch vermutete er, dass die 46-Jährige bereits ein Verhältnis mit einem anderen Mann hatte.

Der mutmaßliche Täter kam am Morgen des 6. Dezember 2009 - am Nikolaustag - in die Wohnung seiner Frau. Das Paar lebte getrennt. Er holte ein Küchenmesser und stach es dem Opfer mindestens 14-mal in den Oberkörper, wie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben. Die Frau war auf der Stelle tot. Nach dem Mord rief der Mann selbst die Polizei zum Tatort.

Für den Prozess vor dem Traunsteiner Schwurgericht sind drei Verhandlungstage vorgesehen. Die Tochter des Opfers tritt als Nebenklägerin auf. Es werden mehrere Zeugen und Sachverständige gehört. Das Urteil soll am 29. Juni verkündet werden.

dpa

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