Trio gesteht Raubüberfall auf Juwelier

Würzburg - Drei Männer haben einem brutalen Raubüberfall auf einen Juwelier gestanden. Einer der Angeklagten entschuldigte sich sogar vor Gericht. Er bietet dem Opfer eine Entschädigung.

Mit großer Brutalität haben drei Männer im vergangenen Sommer ein Würzburger Juweliergeschäft ausgeraubt - am Freitag gab das Trio vor dem Landgericht die Taten zu. “Ich bereue mein Tun, es tut mir unendlich leid. Ich würde mich gerne bei der Inhaberin und bei der jungen Frau entschuldigen“, sagte einer der mutmaßlichen Täter.

Der wegen schweren Raubes angeklagte Rumäne bot dem Opfer, das an den Folgen des Überfalls bis heute leidet, als Schmerzensgeld seinen Wagen an. Das Auto soll noch 7000 Euro wert sein. Die 34 bis 58 Jahre alten Männer sollen bei ihrem Überfall fast 150 000 Euro teuren Schmuck erbeutet haben. Sie müssen sich wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Elektroschocker und Schmuck

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren die Tatverdächtigen schon Stunden vor dem Überfall im vergangenen Juli in der Nähe des Ladens unterwegs, um diesen auszukundschaften. In der Goldschmiede arbeitete zu dieser Zeit eine Auszubildende. Zwei der Männer sollen später in den Laden gestürmt sein und die Frau niedergeschlagen haben. Laut Anklage quälten sie die Frau mit einem Elektroschocker und fesselten sie, während der dritte Komplize im Auto wartete. Schließlich öffneten sie die Vitrinen, schnappten sich das Geschmeide und verschwanden.

Die Frau kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Die mutmaßlichen Täter konnten nicht einmal 60 Minuten nach dem Überfall bei einer Großfahndung auf der Autobahn 3 bei Höchstadt an der Aisch (Landkreis Erlangen-Höchstadt) festgenommen werden. Im Wagen des Trios entdeckten Beamte den Elektroschocker und den Schmuck. Das Urteil gegen das Trio wird voraussichtlich am nächsten Donnerstag (25. März) gesprochen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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