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Trockenheit in Bayern: Mehrere Waldbrände - 80 Kinder müssen aus Klettergarten gerettet werden

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Von: Nadja Pohr

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Waldbrand in Mespelbrunn
Einsatzkräfte beim Brand nahe dem Wasserschloss in Mespelbrunn. Das Feuer auf etwa 800 Quadratmetern war nach Polizeiangaben erst am Nachmittag unter Kontrolle. © Ralf Hettler/dpa

Extreme Trockenheit in Unterfranken ließ nun mehrere Brände entfachen. Die Feuerwehren verschiedener Landkreise kämpften zum Teil stundenlang gegen die Flammen.

Update vom 18. Juli, 20.21 Uhr: Wegen der extremen Trockenheit in Unterfranken, kämpft die Feuerwehr weiter mit Wald- und Flächenbränden. Mehrere Feuerwehrleute wurden verletzt. Zu einer großangelegten Rettungsaktion kam es im Landkreis Kitzingen.

Trockenheit in Franken: Felder gehen in Flammen auf - 80 Kinder gerettet

Nachdem drei angrenzende Felder plötzlich in Flammen aufgegangen waren, mussten 80 Kinder aus einem Klettergarten in Geiselwind gerettet werden. Die Brandursache ist bislang unklar. Die Löscharbeiten dauerten zweieinhalb Stunden, die Kinder blieben unverletzt.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Mit etwas Glück fällt der lang ersehnte Regen in manchen Gegenden vielleicht schon am Mittwochmorgen, 20. Juli, andernorts erst am Donnerstag, 21. Juli.

Ursprünglicher Artikel vom 18. Juli 2022:

Mespelbrunn/Amorbach - Die große Hitzewelle in Deutschland steht noch bevor, doch in Unterfranken ist es aufgrund wochenlanger Trockenheit bereits zu mehreren Bränden in Wälder und auf Feldern gekommen. Zahlreiche Feuerwehren in verschiedenen Landkreisen waren gefordert.

Bei Mespelbrunn im Landkreis Aschaffenburg rückten die Einsatzkräfte zu einem Brand nahe dem Wasserschloss aus. Erst gegen Nachmittag konnte die Feuerwehr die Flammen auf den etwa 800 Quadratmetern unter Kontrolle bringen, wie die Polizei angab. Die Ursache ist zunächst unbekannt. Ein Landwirt stellte ein 3000 Liter Güllefass für das Löschwasser zur Verfügung und ein Bauunternehmen einen Tanklaster mit 10 000 Litern Fassungsvermögen. So konnten die Flammen letztlich gelöscht werden.

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Feuer in Unterfranken: Auch Polizeihubschrauber wurden gerufen

In Amorbach im Landkreis Miltenberg kam es zu zwei Brandstellen in einem Wald. Neben der Feuerwehr wurde deshalb auch zwei Polizeihubschrauber gerufen, die beim Löschen helfen sollten. Das Ausmaß der Zerstörung war nach Angaben von Landrat Jens Marco Scherf zunächst unklar.

In Donnersdorf (Landkreis Schweinfurt) qualmte ein Mähdrescher auf einem Feld, wie die Polizei mitteilte. Und im 45 Kilometer entfernten Wasserlosen brannte ein abgemähtes Weizenfeld. Bei Geiselwind (Landkreis Kitzingen) kam es ebenfalls zu einem Feldbrand.

Wegen akuter Waldbrandgefahr hatte die Regierung von Unterfranken am vergangenen Wochenende wieder Beobachtungsflüge angeordnet. In Unterfranken war es in den vergangenen Wochen sehr trocken. Im Juni fielen im ganzen Monat nicht einmal 20 Liter Regen je Quadratmeter. (nap/dpa)

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