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In die medizinische Versorgung investiert Bayern. Foto: seeger/dpa

Krankenhausversorgung

Trotz 440-Millionen-Euro-Investition: Bayerns Krankenhäuser kritisieren Söders Kliniken-Bauprogramm

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Bayern investiert in den kommenden Jahren mehr als 400 Millionen Euro in Krankenhausneubauten. Dennoch sind die Kliniken nicht glücklich mit dem Plan. Baureife Maßnahmen in Höhe von 130 Millionen Euro aufgeschoben worden. 

Der Freistaat investiert in den Jahren von 2020 bis 2023 mehr als 440 Millionen Euro in Krankenhaus-Bauprojekte. Insgesamt 17 neue Vorhaben sollen damit gefördert werden, hat das Kabinett gestern beschlossen. Der größte Posten sind rund 157 Millionen Euro, die in das Klinikum Harlaching fließen. Auch in weitere oberbayerische Häuser wie das Internistische Klinikum München-Süd (12,5 Millionen Euro) und das Benedictus Krankenhaus Tutzing (7,5 Millionen Euro) soll investiert werden.

Bayern setze sich damit intensiv für eine hochwertige stationäre Versorgung durch leistungsfähige Kliniken ein, betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gestern. „Deshalb investieren wir kräftig in unsere bayerischen Krankenhäuser.“

Diese Einschätzung will Siegfried Hasenbein allerdings nicht ganz teilen. Natürlich sei jede einzelne Baumaßnahme für sich zu begrüßen, sagt der Chef der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG). „Aber der Hintergrund ist eher kritisch.“

Zwar sei die Finanzierung der Kliniken in Bayern 2018 auf 643 Millionen Euro erhöht worden, und damit besser als in vielen anderen Ländern. Und auch „440 Millionen Euro für Baumaßnahmen in den nächsten Jahren klingen erst einmal toll“, sagt Hasenbein. Doch zur Wahrheit gehöre, dass Baumaßnahmen in Höhe von 130 Millionen Euro die bereits beantragt und baufertig waren, diesmal nicht ins Bauprogramm genommen, sondern aufgeschoben wurden. Auch beim pauschalen Fördertopf für kurzfristige Maßnahmen wie Medizintechnik gebe es Nachholbedarf. Dabei seien sich die Krankenhäuser, die kommunalen Spitzenverbände und das Gesundheitsministerium nach der Erhöhung 2018 einig gewesen, dass weitere Schritte folgen müssten.

Dass nicht alle Anträge in diesem Jahr in das Programm aufgenommen wurden, erklärt Ministerin Huml gestern auch damit, dass darunter auch Baumaßnahmen gewesen seien, „zu denen wir noch Nachfragen haben“. Denn es gebe eben auch Kommunen und Krankenhausträger, die sehr besondere Projektideen hätten. BKG-Chef Hasenbein will das nicht gelten lassen: „Die Anträge, die verschoben werden mussten, wären durchaus entscheidungsreif gewesen.“ 

hor

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