Autobahnbrücke Schraudenbach 

Trotz Einsturz: Baufirma hält an Gerüstlieferanten fest

Werneck - Ein Toter und 15 teil schwer Verletzte - das war die Bilanz des Brückeneinsturzes an der Autobahn 7 bei Werneck. Experten waren von einem Fehler am Gerüst ausgegangen. 

Die Gerüste für den Weiterbau der im Juni eingestürzten Autobahnbrücke in Unterfranken kommen trotz des Unglücks weiter von derselben Firma. Es lägen „keine belastbaren Indizien“ dafür vor, dass die Gerüste des Lieferanten den Einsturz verursacht hätten, erklärte die ausführende Baufirma. Daher sei es „weder aus technischen Gründen geboten, noch aus vertraglichen Gründen gerechtfertigt“, den Lieferanten auszuwechseln, heißt es in einer Mitteilung der Firma Max Bögl aus Neumarkt in der Oberpfalz. Gutachter hatten die Unfallstelle nach Beweisen abgesucht. Zuerst hatte die „Main-Post“ darüber berichtet.

Der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer, Heinrich Schroeter, hatte nach dem Einsturz einen Fehler am Gerüst oder einen Mangel im Baugrund als wahrscheinlichste Ursache genannt. Einen zu schwachen Untergrund als Ursache für das Unglück schloss wiederum der für Brückenbau zuständige Abteilungsleiter der Autobahndirektion, Hartmut Metz, gegenüber der „Main-Post“ aus. Metzt wollte sich auf Nachfrage am Dienstag nicht erneut dazu äußern.

Beim Einsturz eines Segments der im Bau befindlichen neuen Brücke für die Autobahn 7 war Mitte Juni ein Bauarbeiter ums Leben gekommen. 15 weitere wurden teils schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Ein Gutachten zur Ursache des Unglücks soll laut der Behörde frühestens Anfang Dezember vorliegen.

dpa

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