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Karl-Theodor zu Guttenberg

Trotz Kritik steht Guttenberg-Fangemeinde

Kulmbach/Frankfurt/München - Der Ex-Verteidigungsminister und oberfränkische CSU-Star Karl-Theodor zu Guttenberg hat für sein angepeiltes Comeback in der Heimat eine Fangemeinde, es wird aber auch Kritik laut.

“Es ist gut, wenn man denjenigen, von dem man getragen wird, auch mag“, sagte Kulmbachs Oberbürgermeister und CSU-Kreisvorsitzender Henry Schramm der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und reagierte damit auf Guttenbergs Kritik an den Parteifreunden. Zugleich empfahl er ihn jedoch weiterhin als Bundestagskandidaten.

Schramm gibt dem ehemaligen Minister Rückhalt, wieder in seinem Wahlkreis Kulmbach-Lichtenfels anzutreten: “Karl-Theodor zu Guttenberg hat gute Chancen, als Kandidat aufgestellt und dann auch bei der Bundestagswahl 2013 gewählt zu werden.“ Allerdings hätten die zuständigen drei Kreisverbände noch Zeit, über die Kandidaturen zu entscheiden.

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Auch der CSU-Kreisverband Lichtenfels steht zu dem ehemaligen Star. Der CSU-Kreisvorsitzende Christian Meißner sagte dem Nachrichtenmagazin “Focus“, Guttenberg könne im Wahlkampf extrem helfen und wirken wie “Penicillin gegen die Politikverdrossenheit“.

Die Parteiführung um CSU-Chef Horst Seehofer und Generalsekretär Alexander Dobrindt sieht das inzwischen eher anders. Guttenberg hatte seiner Partei in einem Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit“ den Status als Volkspartei abgesprochen und in diesem Zusammenhang von einer “Verhöhnung früherer Träume“ gesprochen. Das hat nicht nur Seehofer nachhaltig verärgert.

Nach einem Bericht der “Mitteldeutschen Zeitung“ äußerte er sich am Rande des Treffens der Ministerpräsidenten der unionsregierten Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstagabend äußerst kritisch über zu Guttenberg. Er habe keinen Zweifel daran gelassen, dass er eine Rückkehr des 39-Jährigen in eine führende politische Funktion mit Mandat der CSU ausschließe, erläuterten dem Bericht zufolge mehrere Ministerpräsidenten unabhängig voneinander.

Dobrindt warf zu Guttenberg in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ indirekt Undankbarkeit vor. Er habe in einer schwierigen Situation von “seiner politischen Heimat, der CSU“, Unterstützung und Solidarität erfahren und gelte noch immer als “einer von uns“ in der CSU. “Ich hätte mir schon gewünscht, dass er das jetzt in seinen ersten Erklärungen etwas mehr berücksichtigt“, sagte Dobrindt. “Wer von seiner politischen Familie solche Solidarität erfährt, der sollte davon auch wieder etwas zurückgeben.“

dpa

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