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Bilanz

Trotz Terror: Besucher strömen auf Weihnachtsmärkte

Nürnberg/München - Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat nach einer vorläufigen Bilanz nicht zu Besucherrückgängen auf bayerischen Christkindlmärkten geführt.

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat nach einer vorläufigen Bilanz kaum zu Besucherrückgängen auf bayerischen Christkindlesmärkten geführt. In den Budenstraßen hätten sich ähnlich viele Menschen gedrängt wie in den Tagen zuvor, berichten Stadtvertreter und Standbetreiber in München, Nürnberg und Augsburg am Freitag. Auch die Händler hätten in den Tagen nach dem Terrorakt keine auffälligen Umsatzrückgänge verzeichnet.

In Nürnberg sei der Christkindlesmarkt nach dem Berliner Anschlag so gut besucht gewesen wie in den Tagen zuvor, berichtet der Vorsitzende des Verbandes der Nürnberger Marktkaufleute und Schausteller, Georg Bernhard. „Die Nürnberger haben sich dadurch ihre Weihnachtsstimmung nicht vermiesen lassen. Ich habe sogar den Eindruck: Bei vielen Besuchern gab es eine Art „Jetzt-erst-recht“-Gefühl“, berichtete Bernhard.

Die Stadt schätzt die Zahl der Nürnberger Christkindlesmarkt-Besucher in diesem Jahr auf rund 2,5 Millionen. Das wären rund 300.000 bis 400.000 mehr als im Vorjahr. Der Markt habe dabei auch von der längeren Adventszeit profitiert, vermutet Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas (CSU). Auch die Händler seien mit Geschäften zufrieden, ergänzt Marktamtsleiterin Christine Beek in einer Mitteilung; sie berichteten von guten Umsätzen.

Kalt und wenig Regen

Begünstigt hat die Besucherzahl in Nürnberg nach Einschätzung von Verbandschef Bernhard auch das Wetter. „Wir haben dieses Jahr nur sehr wenige Regentage gehabt“. Stattdessen sei es im Dezember häufig kalt gewesen. „Und frostige Temperaturen sind gut für den Markt. Dann komme Viele zum Glühwein-Trinken.“

Auch die Stadt München zog am Freitag eine positive Bilanz: Der Münchner Christkindlesmarkt sei mit rund drei Millionen Besuchern normal verlaufen, berichtete eine Stadtsprecherin. Die Zahl der Touristen habe zwar etwas niedriger gelegen als im Vorjahr. Der Anschlag in Berlin habe aber keine gravierenden Auswirkungen auf Marktbesuch und Stimmung in der Landeshauptstadt gehabt.

In Augsburg waren die Besucherzahlen dagegen in diesem Jahr leicht rückläufig. Etwa eine Million Menschen waren nach Auskunft der zwischen den 130 Buden rund um den Augsburger Rathausplatz unterwegs. Dennoch falle die Bilanz der Händler positiv aus. „Dazu hat sicher das kalte Wetter beigetragen“, glaubt auch Werner Kaufmann von der Stadt Augsburg. Höhepunkt des Marktes war auch in diesem Jahr das traditionelle „Engeles-Spiel“, bei dem Augsburger Kinder als Engel verkleidet auftreten.

dpa

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