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Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks, sieht auch in Zukunft keine Chance für einen Nünberg-"Tatort"

Trotz Wunsch der Fans: Kein Geld für Franken-"Tatort"

Nürnberg - Viele fränkische "Tatort"-Fans wünschen sich einen Krimi aus Nürnberg. Doch nun nahm der Intendant des Bayerischen Rundfunk den Fans erstmal die Hoffnung. Seine Begründung:

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, sieht bis auf weiteres keine Chancen für einen “Tatort“-Krimi aus Nürnberg. Er habe zwar Verständnis für den Wunsch vieler fränkischer Zuschauer, Nürnberg zum Schauplatz eines “Tatorts“ zu machen. Aus finanziellen Gründen sei dies aber auch künftig nicht möglich, sagte Wilhelm am Dienstagabend im Nürnberger Presse-Club. Schauplatz der BR-“Tatorte“ ist in der Regel die Region München.

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Wilhelm betonte, pro Jahr könne sich der Bayerische Rundfunk nur zwei bis drei “Tatort“-Produktionen leisten. “Und es macht keinen Sinn, diese wenigen Termine zu splitten und mit zwei unterschiedlichen Kommissar-Paaren zu besetzen“, gab der Intendant zu bedenken. Andernfalls würde der Wiederkennungswert des Münchner Kommissar-Duos beim bundesweiten TV-Publikum leiden.

Um regionale Eigenheiten stärker herausarbeiten zu können, setzt der Bayerische Rundfunk nach Wilhelms Angaben vielmehr auf seine “Heimatkrimi“-Serie mit Krimis aus verschiedenen bayerischen Regionen. “Die “Heimatkrimis“ spielen in der gleichen Liga wie der “Tatort“ und haben ein genauso anspruchsvolles Drehbuch und eine teure Ausstattung“, sagte der BR-Intendant. Er geht davon, dass es im Jahr 2015 den ersten in Nürnberg gedrehten “Heimatkrimi“ im BR-Programm geben wird.

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