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Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen

DLR trotzt Finanzkrise - Investition in Forschung sichert Zukunft

Oberpfaffenhofen - Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt fürchtet trotz der Finanzkrise keinen Rückgang bei den Forschungsaufträgen.

Oberpfaffenhofen/Köln - Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fürchtet trotz der Finanzkrise keinen Rückgang seiner Forschungsaufträge. Der Etat für 2009 liege mit rund 1,4 Milliarden Euro um rund 8 Prozent höher als im Vorjahr, sagte DLR-Vorstandschef Johann-Dietrich Wörner am Mittwoch vor der Jahreshauptversammlung in Oberpfaffenhofen bei München. Er rechne nicht mit weniger Aufträgen. Konjunkturprogramm und Innovation gehörten zusammen. "Investition in Hightech-Forschung heißt Zukunftssicherung", betonte Wörner.

Das DLR leistet umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr. Dabei ist es in internationale Kooperationen eingebunden. Vor allem im europäischen Bereich laufen zahlreiche Projekte, vom europäischen Forschungslabor Columbus, das vor knapp einem Jahr an der Internationalen Raumstation ISS andockte und seine Arbeit aufnahm, bis zum europäischen Satelliten-Navigations-System Galileo, das 2013 starten soll. Die Anfänge des DLR liegen mehr als 100 Jahre zurück: 1907 wurde in Göttingen als erster DLR-Vorläufer die Aerodynamische Versuchsanstalt (AVA) gegründet.

Das DLR erforscht heute Erde und Sonnensystem genauso wie den Erhalt der Umwelt, es befasst sich mit der Entwicklung umweltverträglicher Technologien zur Steigerung der Mobilität sowie für Kommunikation und Sicherheit. Dabei leistet es alle Arbeiten von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von Anwendungen und Produkten für die Zukunft.

Knapp 6000 Mitarbeiter sind beim DLR beschäftigt, es unterhält 29 Institute und Einrichtungen und ist an 13 Standorten vertreten, neben dem Hauptsitz in Köln sind das unter anderem Berlin, Bremen und Oberpfaffenhofen. Das DLR unterhält auch Büros in Brüssel, Paris und Washington. Der Etat für 2009 beträgt 1,4 Milliarden Euro, 8 Prozent mehr als 2008.

Besondere Aufmerksamkeit zieht immer wieder das Raumfahrt- Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen auf sich, das in den rund 40 Jahren seines Bestehens an mehr als 50 unbemannten und bemannten Missionen beteiligt war. Die erste Mission des Deutschen Raumfahrt- Kontrollzentrums war Ende 1969 der deutsche Wissenschaftssatellit "Azur". Seit 20 Jahren betreut das Kontrollzentrum auch die bemannte Raumfahrt. Wegen der großen Erfahrungen in diesem Bereich wurde es von der europäischen Raumfahrtorganisation ESA auch für den Betrieb des Columbus-Forschungslabors ausgewählt. Ein eigenes Kontrollzentrum für das europäische Satelliten- Navigationssystem Galileo wurde im September in Oberpfaffenhofen eröffnet.

dpa

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