Tschechien: Mit harten Strafen gegen Böller-Handel

Prag - Die tschechischen Behörden haben den Handel mit Böllern und Silvesterkrachern unter hohe Strafen gestellt. Bisher wurden bereits 115 Kontrollen entlang der Grenze zu Deutschland durchgeführt.

Auch die tschechischen Behörden wollen dem Handel mit verbotenen Silvesterkrachern im Grenzgebiet einen Riegel vorschieben. Wie das Handelsministerium am Donnerstag in Prag berichtete, hat sich das tschechische Gewerbeaufsichtsamt auf die Kontrollen von Feuerwerkshändlern im Grenzgebiet zu Deutschland und Österreich konzentriert. Insgesamt habe es bislang 115 Kontrollaktionen gegeben, bei denen mehrfach illegale Waren entdeckt wurden. So sei auch am Mittwochabend kistenweise nicht gekennzeichnetes Feuerwerk beschlagnahmt worden.

Seit Jahren warnen die deutschen Behörden vor gefährlichen Raketen und Böllern, die oftmals in den grenznahen Orten in Tschechien verkauft werden. Auch in den vergangenen Tagen hatten bayerische Polizisten tausende aus Tschechien eingeführte verbotene Kracher sichergestellt, beispielsweise beim oberfränkischen Schirnding (Landkreis Wunsiedel).

Nun wollen die Tschechen zeigen, dass sie dem Handel mit möglicherweise riskanten Knallkörpern nicht tatenlos zusehen. Der tschechische Handelsminister Martin Kocourek drohte Händlern mit hohen Strafen: “Feuerwerksverkauf in der Tschechischen Republik muss den allgemeinen Regeln der gesamten EU entsprechen“, sagte er laut Mitteilung seines Ministeriums. Wer mit Ware, die nicht den EU- Gesetzen entspricht, erwischt werde, müsse mit einer Geldbuße von bis zu fünf Millionen Kronen (ca. 200 000 Euro) rechnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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