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Das Atomkraftwerk Isar I.

TÜV: Atomkraftwerk Isar 1 trotz Rissen sicher

München - Der TÜV sagt es ist sicher, Atomkraftgegner sehen sich in ihrer Forderung nach sofortiger Abschaltung bekräftigt. Das Kernkraftwerk Isar 1 hat Risse.

“Den alten Reaktor weiter laufen zu lassen, wäre völlig unverantwortlich“, kritisierte Grünen-Energieexperte Ludwig Hartmann am Mittwoch in München. Der Betreiber E.ON hingegen wirft den Landtags-Grünen eine “gezielte Falschdarstellung“ des TÜV-Gutachtens vor. Dem dreißigseitigen TÜV-Bericht zufolge mussten im Reaktorgebäude und Maschinenhaus etwa wegen Rissbildung Rohre ausgetauscht werden. Seit 1979 wurden rund 3000 Nachrüstungen und Verbesserungen vorgenommen.

Weiterbetrieb "Reinster Wahnsinn"

Auch die SPD sieht angesichts der Untersuchungsergebnisse rot: “Bei einer solch gefährlichen Technologie wie der Atomkraft reicht es nicht, sich mit der Einhaltung der Gesetze zu begnügen“, sagte Generalsekretärin Natascha Kohnen. Der weitere Betrieb sei “reinster Wahnsinn“.

Der Technische Leiter der Isar-1, Erwin Fischer, verteidigte den Zustand des Kraftwerks: “Es liegen keine Anhaltspunkte vor, die den sicheren Betrieb der Anlage in Frage stellen.“ Das Kraftwerk, das aufgrund seines Alters immer wieder in der Kritik steht, werde “auf einem hohen Sicherheitsniveau betrieben“, heißt es in dem TÜV-Bericht.

Die “Süddeutsche Zeitung“ und “taz“ hatte vorab über die Untersuchung berichtet. Die Prüfer schreiben, dass “die “Beherrschung der Auslegungsstörfälle sichergestellt“ sei. Die Grünen sehen in den beschriebenen Altersmängeln Ergebnisse einer eigenen Studie bestätigt, kritisierten aber fehlende Quellenangaben in dem TÜV-Bericht. Kritik gab es auch an Umweltminister Markus Söder (CSU), weil dieser den TÜV-Bericht vom Juli nicht öffentlich vorgestellt habe.

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