U-Bahn-Schläger-Prozess künftig in kleinerem Saal

Nürnberg - Nach den Tumulten im Nürnberger U-Bahn-Schläger-Prozess soll gegen den angeklagten 24 Jahre alten Neonazi nun in einem kleineren Gerichtssaal verhandelt werden.

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Der Saal biete weniger Zuschauern Platz. Zudem stünden dort die Zuschauerbänke weniger dicht gestaffelt als im Schwurgerichtssaal 600, teilte der Nürnberger Gerichtssprecher Martin Strößenreuther am Freitag auf Anfrage mit. Am Donnerstag waren rechte und linke Zuhörer aufeinander losgegangen, die Verhandlung musste daraufhin unterbrochen werden.

“Damit lässt sich die Lage besser unter Kontrolle bringen“, fügte der Sprecher hinzu. “Es geht darum, dass man bei Tumulten Störer gesondert rausbringen kann“. Dies sei wegen der dicht stehenden Bänke im Saal 600 schwierig. Der Prozess um versuchten Totschlag soll am kommenden Dienstag (22. Februar) fortgesetzt werden. Der 24-Jährige steht im Verdacht, aus Hass gegen Linke auf einen heute 18 Jahre alten Jugendlichen eingeprügelt zu haben.

Zum Auftakt des U-Bahn-Schläger-Prozesses war es am Donnerstag zu Tumulten gekommen. Zwei Zuhörerbänke waren aus ihrer Verankerung gerissen, eine Tür beschädigt worden. Die dem linken Spektrum zugerechneten Zuhörer hatten dagegen protestiert, dass der Vorsitzende der Schwurgerichtskammer Plätze für zu spät aus der Mittagspause kommende Vertreter der rechten Szene freihalten wollte. Einige Vertreter der Linken reagierten empört. Das Gericht ließ daraufhin vorübergehend den Saal räumen.

dpa

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